Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Väterchen Frost

Sterne funkeln in der Nacht,
und ganz heimlich
leis und sacht,
Väterchen Frost aus seinem
Schlaf erwacht,
läßt dann seinen
kalten Hauch,
wehen über Baum und Strauch,
und im Nu,
frieren alle Bäche zu,
der See bekommt `ne Haut,
wartet drauf,
das es bald taut,
die kahlen Zweige
an den Bäumen,
sie glitzern wie Kristall,
verbreiten Stille überall.

3 Kommentare 19.2.18 19:38, kommentieren

Was will ich hier ...


Ich wohne in der Stadt,
in einer kleinen,
mich kennt niemand,
ich kenn` keinen,
habe Zeit,
so dann und wann,
was fang ich damit an,
ich schlendre durch die Gassen,
auf den Gehweg-Platten,
diesen nassen,
hüpf in jede Pfütze rein,
obwohl ich weiß,
das ist nicht fein,
es macht so herrlich
pitsch und patsch,
auweia,
ich werd` ganz schön naß,
jetzt ist Schluß mit Spaß;
dann denk ich so bei mir,
was will ich eigentlich hier,
dort drüben an der Ecke,
bei der grünen Hecke,
seh` ich `ne Kneipe,
geh` hinein,
auf ein Glas Bier
oder auch zwei,
vielleicht auch drei,
was ist denn schon dabei,
das Bier ist kühl
die Luft ist frisch,
steh` jetzt auf von meinem Tisch,
geh` hinaus,
geradewegs nach Haus` !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


4 Kommentare 9.2.18 20:04, kommentieren

Warten - geschenkte Zeit

Jeder kennt die Situation:
nur noch schnell am Supermarkt vorbei, um Vergessenes zu kaufen und dann das - Warteschlangen vor den Kassen!
Oder am Bahnhof: pünktlich will man den Gast in Empfang nehmen, dann liest man auf der Anzeigentafel, dass der Zug erhebliche Verspätung hat.
Selbst die Autofahrt nach Hause kann länger als erwartet sein: der Stau war nicht vorhersehbar.
Immer heißt es warten - warten - warten ! Und gerade diese Wartezeit lässt Unbehagen in uns aufkeimen. Ungeduldig treten wir von einem Fuß auf den anderen, laufen nervös auf und ab, oder wir greifen zum Smartphon, und unsere Finger fliegen wie wild darauf umher. Ein Blick ins Internet muß sein, denn man möchte ja nichts versäumen! Die Technik macht`s möglich. Ist eine Ladenzeile in der Nähe, widmen wir uns dem Konsum, um die Wartezeit zu verkürzen. Auf diese Art und Weise haben nicht nur wir ein Schnäppchen gemacht, sondern auch noch den Umsatz des Geschäftes gesteigert. Im Grunde genommen ist Warten wie ein Hohlraum, den es gilt, auszufüllen. Egal, wo mit! Aber wird uns nicht durch das Warten ein wenig Zeit geschenkt? Zeit, die wir sonst in unserem hektischen Alltag nicht zur Verfügung hätten?
Wenn wir einen Blick zurück in unsere Kindheit werfen, dann wirkte das Warten auf Weihnachten, auf die Bescherung oder auf den Morgen unseres Geburtstages wie Magie. Eine Erwartungshaltung verbunden mit Faszination lag in der Luft und füllte diesen Hohlraum aus. Doch unsere heutige Zeit will diese Räume so gering wie möglich halten, in dem uns die Möglichkeit gegeben wird, dieser Warterei entgegenzutreten. Vielleicht wäre es empfehlenswert, diese " geschenkte Zeit " zum Anlass zu nehmen,einmal kurz Innezuhalten, Durchzuatmen, statt uns mit Dingen abzulenken, die wir sonst vielleicht gar nicht getan hätten.

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare 6.2.18 17:26, kommentieren

Helden

Wir sehen
Dichter, Denker,
Philosophen und auch Banker
als die großen Helden an;
doch was ist mit uns?
Sind nicht auch wir täglich Helden?
Die am Fließband stehen,
Wände mauern,
verstopfte Rohre reinigen,
Türen streichen.
Wer lobt uns mal irgendwann?
Waschen, bügeln, kochen,
manchmal auch die Socken stopfen,
pflegen, trösten,
helfen und auch putzen,
alles Arbeit nur von Nutzen.
Wir sind es doch,
die die Welt am Laufen halten!
Doch aus der Selbstverständlichkeit
wird Normalität;
oft übersehen.
Aber so ist das Leben.

4 Kommentare 29.1.18 19:57, kommentieren

Mein Urgroßvater - der Schneidergesell`


In manch schlaflosen Nächten,
seh` ich sein Bild vor mir:
wie er dort sitzt,
in der kleinen Dachkammer,
auf seinem Holztisch,
im Schneidersitz,
auf seinem Schoss
ein Kleidungsstück,
dass es zu ändern gilt;
er trennt Nähte auf,
näht Knöpfe an,
konzentriert, verschwiegen,
seine Augenlider reglos,
niemals ganz da,
immr in sich versunken,
niemals seßhaft,
meistens auf der Walz,
in der Hoffnung,
immer Arbeit zu finden,
auf eine warme Kammer,
einen Schlafplatz,
Essen,
seine Hand macht aus Alt wieder Neu.

Ich sehe ihn,
wie er im Dämmerschein
einer Petroleumsleuchte
Garn einfädelt,
hält die Nadel etwas schief,
schielt von der Seite,
leckt das Fadenende an,
einmal, zweimal,
steckt es dann durch das Nadelöhr,
zieht es an beiden Enden,
bis es gleich lang ist,
zupft es straff,
am Ende ein Knoten,
dann näht er weiter,
bis Nähte zuammen sind,
Löcher geflickt,
Knöpfe an seinem Platz sitzen,
zufrieden betrachtet er
das fertige Kleidungsstück.
Erst dann fragt er sich,
wo er sein Haupt wohl
diese Nacht niederlegen wird?!
Darf er bleiben,
muß er weiterziehen?
Jedesmal das große Bangen,
doch seine Zuversicht
ist größer als die Angst.
So war mein Urgroßvater:
der Schneidergesell` .

 

 

 

 

 


4 Kommentare 22.1.18 20:29, kommentieren

Dunkle Stille

Dunkelheit erfüllt den Raum.
Ich liege wach.
Diese Stille.
Ich denke.
Gedanken schwirren
durch meinen Kopf.
Könnte man sie hören,
wäre es Lärm ohne Ende.
Schrecklich!
Aber ich behalte sie für mich.
Ein Wirrwar der Gefühle.
Ich kann sie nicht einfangen.
Ich fühle mich müde und erschöpft.
Werde langsam ruhiger.
Ich schlafe ein.

6 Kommentare 18.1.18 18:26, kommentieren

Streicheleinheiten


Süße Melodien

sind Streicheleinheiten

für die Seele,

Emotionen aus Erlebnissen,

Töne der Leidenschaft,

wie Tautropfen auf der Haut,

ein kühler Windhauch

am frühen Morgen..

5 Kommentare 16.1.18 20:31, kommentieren

Graues Einerlei


Schnee fällt in der Nacht,
den Tag durchdringt nur selten
die fahle Sonne,
die Wolkendecke über der Stadt:
ein Einerlei aus Weiß und Grau;
so, als hätte die Kälte
der Stadt jegliche Farbe entzogen,
Finsternis presst sich von außen
gegen die Fenster,
Wind winselt ums Dach
und wirbelt Eiskristalle auf.

4 Kommentare 8.1.18 20:51, kommentieren

Hallo Mitstreiter aus allen Teilen des Landes .....


2 0 1 7 ist vergangen,
2 0 1 8 angefangen,
und auch in diesem Jahr,
ist "pally" wieder da,
gibt Euch " Futter ",
ist doch klar,
und hofft auf Euren Kommentar!

 

 


S c h n e e

Eiskristalle und Staub,
geboren im Herzen einer Wolke,
fallen als zarte Flocken,
in verschiedenen filigranen Formen
leise und sacht zur Erde;
Zauberstaub
bedeckt im Nu das triste Braun der Bäume,
die kahlen nackten Felder,
schenkt uns in Kürze
Schönheit und Stille:
das ewige W e i ß !

 

 

7 Kommentare 3.1.18 17:03, kommentieren

Allen, aus nah und fern, die in den vergangenen Monaten meinen Blog besucht und teilweise auch kommentiert haben, möchte ich ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest sowie einen guten Start ins neue Jahr 2018 wünschen. Eure pally.

3 Kommentare 19.12.17 19:40, kommentieren

Winterzeit


Ob in stillen Stunden
oder auch in lust´gen Runden,
geht von Mund zu Mund
die weise Kund:
Winter wird`s im ganzen Land.

Kinder, die im Hofe tollen,
alle nur nach Hause wollen,
Nasen werden langsam rot,
auch die Hände werden kalt,
nein, man kann es nicht verleugnen,
Winter wird`s nun bald!

Winterzeit, kalte Zeit,
Eis und Schnee macht sich bereit,
wie im Schlaf versinkt die Welt,
nicht ein Sonnenstrahl erhellt,
nur noch frühe Dunkelheit
zieht in unseren Alltag ein.

2 Kommentare 18.12.17 18:14, kommentieren

Gleichtakt


Zwei Herzen,

die im Gleichtakt schlagen,

die brauchen keine Worte,

sie sind sich nah

an allen Tagen

und an allen Orten.

5 Kommentare 12.12.17 20:05, kommentieren

Ein Tännlein .......


Neulich,
beim Spazierengehen,
hab` ich etwas sprießen seh`n:
aus der Erde ganz versteckt,
hat ein Tännlein sich gereckt.
Täglich wird es groß und größer,
Tage, Wochen und auch Jahre
sie vergeh`n,
und man merkt es kaum,
aus dem Bäumchen wird ein Baum.
Rank und schlank
und stolz und schön,
muß er zwischen anderen steh`n.
Doch eines Tages, dann oh weh,
fällt nicht nur der erste Schnee,
nein, es kommt noch schlimmer,
und da hilft auch kein Gewimmer,
Motorsägen rücken an;
in Sekundenschnelle,
man glaubt es kaum,
liegt er dort,
gefällt,
der stolze Baum.

3 Kommentare 6.12.17 19:22, kommentieren

Wintervorbereitungen


Sonnenstrahlen.
sie treffen uns nur noch
selten und schwach,
Dunkelheit,
beehrt uns schon am
Nachmittag,
Bäume,
kahl und nackt
den Straßenrand säumen,
bunte, trockene Blätter
sich in Nieschen zusammenraufen;
für die einen ein Ärgernis,
für die anderen ein willkommener
Unterschlupf für die kalte
Jahreszeit,
überall,
wohin man hört,
ein Rascheln und Knacken,
emsiges trippeln und huschen,
wispern aus allen Ecken,
Vorbereitungen für den Winter
werden getroffen,
alles läuft auf Hochtouren,
je ungemütlicher das Wetter wird,
Hausbau,
Körpertraining,
Sammelwut;
fast alle kleinen Erdbewohner
rüsten sich für die bevorstehenden
Wintermonate,
dabei entwickelt jeder seine eigene
Strategie.

 

 

 

 

3 Kommentare 27.11.17 18:58, kommentieren

F e h l e r

 

Ein jeder Mensch hat seine Fehler,

ob er groß ist oder klein,

manch einer wird zum Hehler,

ein anderer sieht sie ein.


4 Kommentare 20.11.17 19:32, kommentieren

Der Tag

Es gibt manchmal Tage, die wären besser nicht gewesen.
Kommt man abends erschöpft , nach einem langen , arbeitsreichen Tag nach Hause, fällt nicht nur die Aktentasche sondern auch der Satz:
" War das heute wieder ein Sch..........tag! "
Da stellt sich mir die Frage, was war denn so schlecht an dem Tag?! Kann der Tag überhaupt mies sein?
Unter dem Begriff Tag , den wir Menschen irgendwann einmal geprägt haben, verstehen wir doch die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Mit anderen Worten, die Stunden der Helligkeit. Ganz abgesehen davon, dass der gesamte Tag 24 Stunden hat, von denen wir, zumindest die meisten von uns, mindestens 8 Stunden verschlafen. Also kann diese Zeit schon gar nicht schlecht sein. Oder? Aber was ist denn nun so schlimm an dem Tag? Sind nicht alle Tage gleichbleibend? Die Stunden des Tages können doch nichts dafür, dass ich unausgeschlafen ins Büro gehe, die Socke ein Loch hat oder der Morgenkaffee zu heiß ist?
Liegt es nicht vielmehr an uns, wie wir mit der Zeit des Tages umgehen? Nehmen wir uns vielleicht zuviel vor, was sofort und gleich und schnell erledigt werden soll? Schließlich tragen wir für unser Tun und Handeln die Verantwortung. Das uns dabei evtl. Fehler und kleine Mißgeschicke unterlaufen, liegt eigentlich auf der Hand. Nur ist der Tag daran schuld? Der Tag meint es nicht böse mit uns. Nur manchmal hätten wir es gern, weil es ja immer einen Schuldigen geben muß. Denn der Tag hat keine Widerworte, hört sich alles geduldig an, egal, wie wir gelaunt sind.
Vielleicht sollten wir Menschen ein bißchen mehr Gelassenheit und Ruhe, gewürzt mit einer Prise Humor, üben. Selbst dann noch, wenn wir mal mit dem "falschen Fuß " aufgestanden sind.

 

 


4 Kommentare 17.11.17 20:26, kommentieren

Nur mit dir ......

Nur mit dir,
das Leben meistern,
durch Höhen und Tiefen gehen,
nur mit dir;
Sorgen und Freuden teilen,
nur mit dir;
Wärme und Fürsorge empfinden,
nur mit dir;
Zärtlichkeiten austauschen,
nur mit dir;
das Licht im Dunkeln sehen,
nur mit dir;
mein Leben
auf diesem blauen Planeten
ist nur geliehen,
die zur Verfügung stehende Zeit,
möchte ich genießen:
nur mit dir.

2 Kommentare 15.11.17 19:48, kommentieren

ANNABELLE


Annabelle,
ein Name,
der auf der Zunge zergeht,
ein Klang wie Musik,
Leichtigkeit,
Annabelle,
er sah sie,
schlank und schön gebaut,
sofort war er in sie verknallt,
wie sie so vor ihm dümpelte,
dieses wohlgeformte Vorderteil,
zwischen all den anderen Damen,
- auch mit reizvollen Namen -
ragte sie heraus,
Annabelle
war etwas Besonderes,
grazil in ihrer Gestalt:
er mußte sie besitzen;
nachts tat er kein Auge zu,
vor Sehnsucht und Verlangen,
der elegante Körperbau,
die schnittige Form,
hatte ihn verzaubert,
täglich schaute er nach ihr,
streichelte ihren Körper,
bewunderte ihren glänzenden Rumpf,
wann würde sie ihm gehören?
Der große Tag nahte,
endlich,
er kappte die Taue,
eine Sternstunde in seinem Leben,
Annabelle und er,
von nun an unzertrennlich,
sie schipperten auf allen Weltmeeren,
Sturm und hoher Wellengang
brachten Annabelle nicht aus der Ruhe:
gezielt hielt sie ihren Kurs.

 

 

 

 

 

 

 

 

6 Kommentare 8.11.17 19:17, kommentieren

Herbst, ade ....


Goldene Ähren,
längst ade,
kalte Winde,
über Stoppelfelder wehen,
Mäuse suchen Schutz
unter der Erde,
hoffen, dass es Frühling werde;
Bäume werfen ab das Laub,
befreien sich von Last und Staub,
machen sich derzeit bereit,
für die lange Winterzeit.

 

 

 

 

 

 

 

 



3 Kommentare 6.11.17 20:45, kommentieren

Der Wald

Der Wald,
ein dunkler Ort,
voller Buchen, Eichen, Fichten,
mannshoch und kräftig,
Äste strecken sich
wie gichtige Arme über den Weg,
das Laubdach hält das Licht fern,
läßt alles finster erscheinen,
geheimnisvoll.......;
schließt man die Augen,
tanzen Elfen und Kobolde,
Zwerge und Gnome
um die Baumstämme;
doch ein Grünspecht,
der an einen Baum trommelt,
reißt uns aus den Träumen,
modriges Laub,
das am Boden liegt,
verströmt einen anheimelnden Duft,
Bäume im Hintergrund,
drängen sich zusammen,
wie neugierige Erwachsene,
man möchte mit ihnen reden,
aber sie antworten nicht,
der Wald bleibt stumm.

6 Kommentare 3.11.17 19:54, kommentieren