Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Klassentreffen

Gestern kam ein Brief,
in dem zu lesen stand:
lade ein zu Wein und Bier,
der Klassenvorstand.

Nanu, so dachte ich,
wer kann das sein,
wer denkt nach langer Zeit an mich
und lädt mich ein?!

Ein Geistesblitz durchfuhr mein Hirn,
ein Klassentreffen, ach wie nett,
war das nicht der blonde Jörn,
nicht ganz schlank,
doch auch nicht fett?

Ich folgte dieser Aufforderung auch promt,
setzte auf ein Schreiben,
mit gewählten Worten, wohlgeformt,
dabei konnt` ich ihn gar nicht leiden!

Wie die Jahre doch vergehen,
wie lange hatte man sich nicht gesehen?
Der große Tag,
er naht heran,
pünktlich kommen alle an,
Küßchen hier,
Umarmung dort,
manch einer denkt schon,
wann kann ich wieder fort.
Smal Talk auf allen Ebenen,
Kontakte, ja die soll man pflegen.

Der Streber, aus der ersten Bank,
damals auch noch rank und schlank,
heut` beleibt, aber nicht krank,
saß aufrecht, ordentlich,
sprang niemals über`n Tisch,
heute nicht mehr ganz so frisch.

Und dann die zarte Edith,
mittlerweile reif an Jahren,
immer noch mit langen Haaren,
war die Schönste in der Klasse,
und auch stets ganz gut bei Kasse,
doch Mathe und Latein,
waren ihr so einerlei,
im Zeugnis stand auch nur `ne Drei.

Wir sind jetzt alle im gesetzten Alter,
dort drüben an der Theke,
ist das nicht der stolze Walter?
Wie`s dem so geht,
was er wohl macht,
er schwärmt von seiner eigenen Yacht,
auf allen Meeren ist er zu Haus,
keine Route läßt er aus.

Auch Gabi, die einst schüchtern war,
hat`s gebracht vor den Altar,
ihr Angetrauter, keine Frage,
ein Klassenkamerad der alten Tage,
der kleine Günter wurd` erwählt,
die Ehe nun schon silbern hält.

Manch einer hat es weit gebracht,
wer hätte damals das gedacht,
in den Arbeiten stets eine Vier,
jetzt ein eigenes Revier.

Noch zur späten Stunde,
machen Bilder ihre Runde,
es wird gelacht und auch gescherzt,
einander kräftig mal geherzt,
Anschriften werden ausgetauscht,
manch einer schon etwas berauscht,
ein Späßchen noch beim Auseinandergehen,
schon freut man sich auf`s Wiedersehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


7 Kommentare 9.8.17 19:34, kommentieren

S e h n s u c h t


Blutrot die Abendsonne,

wenn sie langsam im Meer versinkt,

sehnsuchtsvoll schau ich ihr hinterher,

denk an dich,

seh` im Wasser noch dein Spiegelbild,

ich möcht`s berühren,

doch die Wellen nehmen es fort;

langsam verneigt sich der

Tag vor der Nacht,

und in mir erwachen

wieder die Träume.

2 Kommentare 8.8.17 20:55, kommentieren

Liebesgefühle

Der erste Tanz,
so wunderbar,
das erste Du,
so glockenklar,
der erste Kuss,
so himmlisch nah;
Seele,
die durch`s Feuer geht,
ein unerklärliches Gefühl
dass man Liebe nennt,
ein Gefühl,
das die Sinne umnebelt,
das alles auf der Welt vergessen läßt,
Liebe ist süß und
schmerzhaft zugleich,
sie verletzt und heilt auch Wunden,
macht aus Träumen Wirklichkeit.
Doch es gibt kein Ewig
für ein junges Glück,
drum lebe in dem Augenblick.


8 Kommentare 31.7.17 21:22, kommentieren

Ein Schmunzel - Gedicht



Ich kan nicht fliegen wie ein Vogel,

ich kann nicht schwimmen wie ein Fisch,

ich kann nicht hüpfen wie ein Känguruh,

ich kann nur dichten immerzu.

3 Kommentare 26.7.17 18:07, kommentieren

Ein kleines Buch .....


Es ist ein kleines Buch,
eingewickelt in ein rotes Tuch,
geschenkt,
von einem Freund vor Jahren,
hab`s gehütet wie einen Schatz,
vor Staub und Schmutz,
ich wollt`s bewahren,
doch dann,
an einem Regentag:
ich nehm es aus der Lade,
enthülle es,
Wehmut und Sehnsucht
werden wach,
ich schlag es auf,
doch dann, oh Schreck,
auf dem Geschriebenen
ein großer Fleck,
viele Seiten noch davor,
ein Eselsohr,
Reste aus der Jugendzeit,
oder Altersschwäche der Vergangenheit?
Sollt ich nicht mehr lesen,
was dort stand,
was uns vor Jahren doch verband?
Wie dem auch sei,
es ist vorbei,
die Glut der Liebe längst verloschen...
Ein Lächeln huscht über`s Gesicht,
das Büchlein,
ich schlag`s wieder zu
und mit Erinnerungen verschlossen.

 


1 Kommentar 25.7.17 19:58, kommentieren

Die Zeit.....

 


Bei allem was du tust
brauchst du Zeit,
Zeit, ist wie das Salz in der Suppe,
ein kostbares Gut,
darum nimm sie dir,
zum Arbeiten:
später kannst du die Früchte des Erfolgs ernten,
zum Denken:
denn es ist die Quelle deiner schöpferischen Kraft,
zum Lesen:
daraus eröffnet sich dir die Weisheit,
zum Lachen:
ein Lächeln ist wie Musik für die Seele,
zum Träumen:
dann sind die Sterne zum Greifen nah,
zum Spielen:
so bewahrst du dir die Kindheit,
und gönn` dir die Zeit,
freundlich zu sein,
es kostet nichts
und ebnet dir den Weg zum Glück,
die Zeit ist aber auch eine Mahnung,
daß wir nur Sandkörner in der Ewigkeit sind.

 

 

 

 

 


2 Kommentare 17.7.17 19:54, kommentieren

Ein Kuss


Wir sind wie Rosenblätter,

bevor wir uns küssen,

unser Verlangen,

zart und verhüllt,

beieinanderstehen,

wie mit einem Schleier eingehüllt,

voll Spannung,

und doch niemals beben,

als würden wir uns niemals finden:

dann entfaltet die Rose ihre Blätter

zu einer wundervollen Blüte.

 


3 Kommentare 13.7.17 20:09, kommentieren

T r ä n e n


Tränen,

die über meine Wangen rinnen,

trocknet schnell der Sommerwind,

denke an vergangene Zeiten,

die schon längst vorüber sind,

und an Tage voller Glück,

doch sie kommen nie zurück.

5 Kommentare 11.7.17 18:01, kommentieren

Die Stimme meiner Mutter


Du hast mir Sprache beigebracht,
hab` mein Leben lang darin gedacht,
deine Worte machten Freude,
du hast mich damit angelacht,
das Abendlied mit mir gesungen,
Worte, wie Geflüster gleich,
sind zu mir gedrungen,
ich hab` geträumt, geliebt, gehasst,
du hast alles schnell erfaßt;
Worte, die gewählt beruhigen
sollten es dann richten,
und dein starkes Wort
hat mich schnell dann aufgrichtet.

Die Stimme meiner Mutter,
sie klingt noch heut` in meinem Ohr,
so lieblich, süß und so vertraut,
leise, sanft und niemals laut.

2 Kommentare 3.7.17 18:43, kommentieren

Greif` nicht ........


Greif` nicht nach den Sternen,

denn die sind unendlich weit,

Schönes gibt es auch auf Erden,

nimm dir dafür nur die Zeit.

4 Kommentare 27.6.17 20:40, kommentieren

G e f ü h l e


Gefühle, kann man nicht beschreiben,

Gefühle, sie sind einfach da,

muß man manchmal auch darunter leiden,

gibt man sich doch sorgenfrei.

 


2 Kommentare 23.6.17 20:21, kommentieren

F r a g e n


Fragen über Fragen,
über Dies und Das und Jenes,
schwirren an so manchen Tagen,
wild in meinem Kopf herum;
frag` ich Leute,
was sie meinen,
hör` ich als Antwort meist nur Schweigen,
viele Fragen bleiben offen,
und es bleibt nur noch zu hoffen,
dass irgendwann in fernen Zeiten,
sich die Antworten dann zeigen.

2 Kommentare 21.6.17 17:02, kommentieren

Wohin mein Blick....


Wohin mein Blick auch immer geht,
der Wind hat ihn schon längst verweht,
Sehnsucht folgt ihm lange nach,
hält Geist und Seele somit wach,
bis ein neues Bild sich zeigt,
mein Blick dann wieder dorthin schweift,
Gedanken hängen lange nach,
so vergeht dann Tag für Tag.

5 Kommentare 16.6.17 19:54, kommentieren

Dumm gelaufen.......


Durch die Nacht
erschallt ein Schrei,
wo kommt er her,
wo geht er hin
aus Häusergassen
in das Nirgendwo,
aus Fenstern
in die Ferne,
von ganz nah,
an mir vorbei;
doch der Schrei,
er rennt und rennt,
dem nächsten Lachen
in die Arme.

2 Kommentare 13.6.17 21:30, kommentieren

Sommer - Gewitter



Friedlich erstrahlt die Welt
im Sonnenlicht,
weiße Wölkchen zieren
den blauen Himmel;
doch aus der Ferne
ziehen,
von Minute zu Minute,
dunkle Wolken auf,
schneller als man denkt;
letzte Sonnenstrahlen weichen
einer graublauen Dämmerung,
fahlweiße Wolken
schweben wie verloren
unter dem pechschwarzen Himmel;
Wolkenlücken tauchen auf,
zerreißen das Schwarz,
hinter ihnen schimmert es
vereinzelt quittengelb hervor,
ein gespenstischer Anblick,
immer mehr setzt sich
das Gelb durch,
bis schließlich der ganze Horizont
überspannt ist,
dann urplötzlich
ein Krachen,
heftig und angsteinflößend zugleich,
grelle Blitze wechseln sich ab
mit Donnerhall,
ein Knacken und Rascheln,
Sturm fängt sich in den Baumkronen,
zerzaust das Laub,
Stengel, mit zarten Blüten knicken um,
große Hagelkörner tanzen auf der Straße,
vermischt mit kleinen
abgeschlagenen Zweigen,
bei jedem Fußtritt
ein Knirschen unter den Füßen.
Dann Stille.
So schnell,
wie alles begann,
so abrupt hört es wieder auf,
der Spuk ist vorbei,
der Himmel reißt auf,
zahghaft blinzeln wieder
Sonnenstrahlen durch das
Blätterdach der Bäume,
kurz danach erinnert
nichts mehr an das Spektakel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


5 Kommentare 9.6.17 20:27, kommentieren

Lang, lang ......

Lang , lang ist`s her
da fuhrst du über`s große Meer,
ich blieb zurück,
ich wart` auf dich,
wann kommst du heim,
bist endlich mein.

Mild und lau die Maiennacht,
ich hab` ganz lieb an dich gedacht,
wo du jetzt bist,
da möcht` ich sein,
wär` ich Vöglein
klein und fein,
könnt` ich bald bei dir sein.

5 Kommentare 30.5.17 20:05, kommentieren

Liebeskummer

Ein Tag wie im Bilderbuch. Azurblauer Himmel, flirrende Hitze in den Straßen. Sonne pur ! Sie aber muß büffeln für die anstehende Klausur. Endlos lange mathematische Formeln wirbeln durch ihren Kopf. Wenn nur die Wärme nicht wäre............!
Kurzerhand öffnet sie ihr kleines Mansardenfenster, dass einen Blick auf die umliegenden Gärten und die Straße frei gibt. Wie gebannt bleiben ihre Augen an dem offenen Fenster des gegenüberliegenden Hauses heften. Dort steht, genau wie sie, ein junger Bursche, der sich ebenfalls Frischluft zufächelt. Bislang hat sie ihn gar nicht wahr genommen. Aber heute...... Er schaut zu ihr herüber. Winkt ihr zu. Gibt ihr durch Zeichen zu verstehen, dass auch er mit der Wärme kämpft.Verstohlen senkt sie den Kopf. Gut, dass er ihre ins Gesicht steigende Röte aus der Entfernung nicht erkennen kann. Auf einmal ist nichts mehr so wie vorher. Schmetterlinge im Bauch verursachen ein Gefühlschaos hoch drei. Fühlt sich so verliebt sein an? Es müßte herrlich sein, Hand in Hand mit ihm durch die Straßen zu bummeln. Alles nur ein Traum? Trotzdem geht ihr dieser junge Mann nicht aus dem Sinn. Am nächsten Morgen die unerwartende Überraschung: E R wartet an der Gartenpforte. Spricht sie an. Seine sanfte Stimme läßt ihre Gefühlswelt in Aufruhr versetzen. Nur nichts anmerken lassen. Aber schon die ersten Worte bleiben ihr vor Aufregung im Hals stecken. Während sie ganz faszinierend von seinen braunen Augen ist, redet er beruhigend auf sie ein. Bald entsteht doch eine lebhafte Plauderei. Verabredungen folgen und für sie bricht eine aufregende Zeit an. Eisessen, spazieren gehen , fröhliches Lachen, Ungezwungenheit.
Wochen, Monate fliegen wie im Flug dahin. Schon werden die Tage kürzer, dunkler. Die Temperaturen sinken ; bald werden weiße Flocken fallen. Nichts kann ihre traute Zweisamkeit erschüttern. Bis zu jenem nebligen Oktobertag. Wie jeden Morgen läuft sie ihm freudestrahlend entgegen. Doch sie spürt, heute ist etwas anders. Und das liegt nicht nur an der Temperatur. Sie hat sich nicht getäuscht, denkt sich aber nichts dabei. Still umarmt er sie, hält sie dann aber auf Abstand. Ohne Worte blickt er in ihre Augen und drückt ihr dabei einen kleinen Zettel in die Hand. Dreht sich um , geht zurück ins Haus.
Wie angewurzelt steht sie da. Sprachlos. Fassungslos. Was ist auf einmal in ihn gefahren? Hab ich etwas falsch gemacht? Selbstzweifel nehmen Besitz von ihr. Langsam entfaltet sie den Zettel, auf dem in ungelenkter Handschrift steht, dass sein Studien-Aufenthalt beendet ist .Heute geht sein Flieger nach Hause. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann einmal wieder.- Heiße Tränen kullern über ihre Wangen. War alles nur ein schönes Sommermärchen? Abends weint sie sich in den Schlaf. Manchmal liegt sie nächtelang wach, sein Bild vor Augen. Sie kann an nichts anderes mehr denken als an ihn. Schaut sie aus dem Fenster, spürt sie einen Stich im Herzen, der noch lange anhält. Viel zu lange.

 

 

 

 


3 Kommentare 27.5.17 21:06, kommentieren

Warum nur,.......


Warum nur, warum,
kann ich dich nicht vergessen,
kein anderer war bislang wie du;
in meinen Träumen
erscheint dein Bild vor mir,
damals entfachtest du ein Feuer,
das heute noch lodert,
die Sehnsucht läßt mir keine Ruh`.

Ein Drink an der Bar,
ein flüchtiger Blick,
scheu und unschuldig:
mich traf er ins Herz,
ein harmloser Flirt unter Palmen,
mehr sollte es nicht sein,
zärtliche Küsse
unter südlichen Sternen,
ein Märchen begann;
wir waren uns nah
und doch so fern,
der Abschied,
er kam,
die Sehnsucht,
sie blieb,
doch niemand kann Sehnsucht
so wie ich ermessen,
zwar hab` ich deinen
Namen vergessen,
deine Küsse jedoch nicht.

 

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare 17.5.17 20:07, kommentieren

Eine Flasche Wein


Wein zu trinken,
das ist fein,
zuviel davon ,
das läßt man besser sein,
doch träumen
von `ner edlen Flasche Wein,
das muß mal sein.
Was würd` ich dafür geben,
mir eine teure Flasche zuzulegen!
Wieviel darf sie kosten?
Würd` ich sie verkosten?
Hätt ich sie dann irgendwann,
was dann?
Ich kann sie anschauen,
mich daran erbauen,
oder stell` ich sie ins Regal,
egal!
Gewinnt sie dann an Wert,
was mich besonders ehrt,
oder soll ich sie entkorken,
doch wertlos ist sie dann geworden.
Wie soll ich mich entscheiden,
zwischen Entsagen und Genuß?
Den Rebensaft ins Glas dann gießen
und einfach nur genießen?!
Doch die Vernunft mir dann wohl zeigt,
das Genuß leider auf der Strecke bleibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

5 Kommentare 8.5.17 19:38, kommentieren

Verlorene Träume


Dämmerschein,
der Abend schleicht sich heran,
bald liegt die Stadt im Glanz der Lichter,
Menschengewirr auf den Straßen,
allein,
zu zweit,
Liebe fängt an!
Wie in Trance entflieht sie dem Trubel,
läuft durch die engen Gassen,
hinunter zum Strand,
sie träumt sich zurück,
nur für einen Augenblick,
heimlich weint sie heiße Tränen,
die nichts mehr ändern können,
verlorene Träume,
die kehren nie wieder,
Sterne, unendlich weit
und doch zum Greifen nah,
sie zeugen von einer schönen Zeit,
mit Träumen so grenzenlos.
Ein Tag im September
hat ihr Leben verändert.......
Lang schon ging die Sonne unter,
kühler Wind weht über`s Meer,
in den Wellen tanzen letzte Lichter,
nun ist der Strand schwarz und leer,
und der Wind hat jegliche Spuren verweht.


4 Kommentare 3.5.17 17:07, kommentieren