Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Gleichtakt


Zwei Herzen,

die im Gleichtakt schlagen,

die brauchen keine Worte,

sie sind sich nah

an allen Tagen

und an allen Orten.

4 Kommentare 12.12.17 20:05, kommentieren

Ein Tännlein .......


Neulich,
beim Spazierengehen,
hab` ich etwas sprießen seh`n:
aus der Erde ganz versteckt,
hat ein Tännlein sich gereckt.
Täglich wird es groß und größer,
Tage, Wochen und auch Jahre
sie vergeh`n,
und man merkt es kaum,
aus dem Bäumchen wird ein Baum.
Rank und schlank
und stolz und schön,
muß er zwischen anderen steh`n.
Doch eines Tages, dann oh weh,
fällt nicht nur der erste Schnee,
nein, es kommt noch schlimmer,
und da hilft auch kein Gewimmer,
Motorsägen rücken an;
in Sekundenschnelle,
man glaubt es kaum,
liegt er dort,
gefällt,
der stolze Baum.

3 Kommentare 6.12.17 19:22, kommentieren

Wintervorbereitungen


Sonnenstrahlen.
sie treffen uns nur noch
selten und schwach,
Dunkelheit,
beehrt uns schon am
Nachmittag,
Bäume,
kahl und nackt
den Straßenrand säumen,
bunte, trockene Blätter
sich in Nieschen zusammenraufen;
für die einen ein Ärgernis,
für die anderen ein willkommener
Unterschlupf für die kalte
Jahreszeit,
überall,
wohin man hört,
ein Rascheln und Knacken,
emsiges trippeln und huschen,
wispern aus allen Ecken,
Vorbereitungen für den Winter
werden getroffen,
alles läuft auf Hochtouren,
je ungemütlicher das Wetter wird,
Hausbau,
Körpertraining,
Sammelwut;
fast alle kleinen Erdbewohner
rüsten sich für die bevorstehenden
Wintermonate,
dabei entwickelt jeder seine eigene
Strategie.

 

 

 

 

3 Kommentare 27.11.17 18:58, kommentieren

F e h l e r

 

Ein jeder Mensch hat seine Fehler,

ob er groß ist oder klein,

manch einer wird zum Hehler,

ein anderer sieht sie ein.


4 Kommentare 20.11.17 19:32, kommentieren

Der Tag

Es gibt manchmal Tage, die wären besser nicht gewesen.
Kommt man abends erschöpft , nach einem langen , arbeitsreichen Tag nach Hause, fällt nicht nur die Aktentasche sondern auch der Satz:
" War das heute wieder ein Sch..........tag! "
Da stellt sich mir die Frage, was war denn so schlecht an dem Tag?! Kann der Tag überhaupt mies sein?
Unter dem Begriff Tag , den wir Menschen irgendwann einmal geprägt haben, verstehen wir doch die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Mit anderen Worten, die Stunden der Helligkeit. Ganz abgesehen davon, dass der gesamte Tag 24 Stunden hat, von denen wir, zumindest die meisten von uns, mindestens 8 Stunden verschlafen. Also kann diese Zeit schon gar nicht schlecht sein. Oder? Aber was ist denn nun so schlimm an dem Tag? Sind nicht alle Tage gleichbleibend? Die Stunden des Tages können doch nichts dafür, dass ich unausgeschlafen ins Büro gehe, die Socke ein Loch hat oder der Morgenkaffee zu heiß ist?
Liegt es nicht vielmehr an uns, wie wir mit der Zeit des Tages umgehen? Nehmen wir uns vielleicht zuviel vor, was sofort und gleich und schnell erledigt werden soll? Schließlich tragen wir für unser Tun und Handeln die Verantwortung. Das uns dabei evtl. Fehler und kleine Mißgeschicke unterlaufen, liegt eigentlich auf der Hand. Nur ist der Tag daran schuld? Der Tag meint es nicht böse mit uns. Nur manchmal hätten wir es gern, weil es ja immer einen Schuldigen geben muß. Denn der Tag hat keine Widerworte, hört sich alles geduldig an, egal, wie wir gelaunt sind.
Vielleicht sollten wir Menschen ein bißchen mehr Gelassenheit und Ruhe, gewürzt mit einer Prise Humor, üben. Selbst dann noch, wenn wir mal mit dem "falschen Fuß " aufgestanden sind.

 

 


4 Kommentare 17.11.17 20:26, kommentieren

Nur mit dir ......

Nur mit dir,
das Leben meistern,
durch Höhen und Tiefen gehen,
nur mit dir;
Sorgen und Freuden teilen,
nur mit dir;
Wärme und Fürsorge empfinden,
nur mit dir;
Zärtlichkeiten austauschen,
nur mit dir;
das Licht im Dunkeln sehen,
nur mit dir;
mein Leben
auf diesem blauen Planeten
ist nur geliehen,
die zur Verfügung stehende Zeit,
möchte ich genießen:
nur mit dir.

2 Kommentare 15.11.17 19:48, kommentieren

ANNABELLE


Annabelle,
ein Name,
der auf der Zunge zergeht,
ein Klang wie Musik,
Leichtigkeit,
Annabelle,
er sah sie,
schlank und schön gebaut,
sofort war er in sie verknallt,
wie sie so vor ihm dümpelte,
dieses wohlgeformte Vorderteil,
zwischen all den anderen Damen,
- auch mit reizvollen Namen -
ragte sie heraus,
Annabelle
war etwas Besonderes,
grazil in ihrer Gestalt:
er mußte sie besitzen;
nachts tat er kein Auge zu,
vor Sehnsucht und Verlangen,
der elegante Körperbau,
die schnittige Form,
hatte ihn verzaubert,
täglich schaute er nach ihr,
streichelte ihren Körper,
bewunderte ihren glänzenden Rumpf,
wann würde sie ihm gehören?
Der große Tag nahte,
endlich,
er kappte die Taue,
eine Sternstunde in seinem Leben,
Annabelle und er,
von nun an unzertrennlich,
sie schipperten auf allen Weltmeeren,
Sturm und hoher Wellengang
brachten Annabelle nicht aus der Ruhe:
gezielt hielt sie ihren Kurs.

 

 

 

 

 

 

 

 

6 Kommentare 8.11.17 19:17, kommentieren

Herbst, ade ....


Goldene Ähren,
längst ade,
kalte Winde,
über Stoppelfelder wehen,
Mäuse suchen Schutz
unter der Erde,
hoffen, dass es Frühling werde;
Bäume werfen ab das Laub,
befreien sich von Last und Staub,
machen sich derzeit bereit,
für die lange Winterzeit.

 

 

 

 

 

 

 

 



3 Kommentare 6.11.17 20:45, kommentieren

Der Wald

Der Wald,
ein dunkler Ort,
voller Buchen, Eichen, Fichten,
mannshoch und kräftig,
Äste strecken sich
wie gichtige Arme über den Weg,
das Laubdach hält das Licht fern,
läßt alles finster erscheinen,
geheimnisvoll.......;
schließt man die Augen,
tanzen Elfen und Kobolde,
Zwerge und Gnome
um die Baumstämme;
doch ein Grünspecht,
der an einen Baum trommelt,
reißt uns aus den Träumen,
modriges Laub,
das am Boden liegt,
verströmt einen anheimelnden Duft,
Bäume im Hintergrund,
drängen sich zusammen,
wie neugierige Erwachsene,
man möchte mit ihnen reden,
aber sie antworten nicht,
der Wald bleibt stumm.

6 Kommentare 3.11.17 19:54, kommentieren

G L Ü C K


Was ist Glück?
Der eine hat es,
der andere braucht es,
der nächste sucht es.
Glück ist
wie ein Flickenteppich:
geknüpft aus vielen einzelnen
Momenten, Emotionen,
Freuden und Hoffnungen,
Glück gibt es nur,
wenn man es weiter gibt,
Glück läßt uns manchmal
auch Dinge glauben,
die wir sonst vielleicht
nicht glauben würden,
Glück ist unbeständig,
wie der Preis von Diamanten,
Glück ist wie Gesundheit,
man vermißt es erst,
wenn man es nicht mehr hat,
Glück ist also etwas Kostbares
in unserem Leben.

7 Kommentare 30.10.17 20:02, kommentieren

Verwechslung


Sie trafen sich das erste Mal
in einer lauen Sommernacht,
verliebt bis über beide Ohren
saßen sie am Weiher,
tranken kühlen Wein,
sanft glitt ein Windhauch
über ihre glühenden Wangen,
zärtlich nahm er sie bei der Hand,
führte sie zu einer Lichtung,
er zeigte ihr den Mond
und auch die Sterne,
dabei flüsterte er ihr Worte ins Ohr,
die ihr Herz nicht verstand:
er wollte sie glauben lassen,
er liebe eine andere,
sie lachte nur,
dann weinte sie,
sie schenkte ihm keinen Glauben,
-- wie töricht er doch ist,
-- in seiner Jugend verwechselt er
-- Wirklichkeit und Traum --,
dachte sie,
er aber lächelte nur
und ging;
eine salzige Träne perlte
über ihr Gesicht,
jetzt war ihr klar:
sie war das Opfer der Verwechslung.
Sie.
Sie ganz allein.

 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare 25.10.17 20:00, kommentieren

Wer bist du ?


Ich weiß nicht,

wer du bist,

ich kenn` nicht

deinen Namen,

und trotzdem bist

du da,

und mir ganz nah,

obwohl in einem

fernen Land,

sind wir zwei

seelenverwandt.

3 Kommentare 23.10.17 19:55, kommentieren

S c h l a f l o s


Wälze mich im Bett,
einmal rechts,
einmal links,
kann nicht schlafen,
eine gefühlte Ewigkeit vergeht,
schaue zur Uhr,
der Stundenzeiger hat sich
kaum von der Stelle bewegt,
fange an,
die Sekunden zu zählen,
der Zeiger taktet erheblich schneller,
ich stelle fest,
dass die Zeit doch schneller vergeht,
als ich dachte,
und das mein Leben,
mit jeder dahin geflossenen Sekunde,
ein Stück mehr der Vergangenheit
angehört.

4 Kommentare 20.10.17 20:38, kommentieren

Die innere Stimme


Was man dir auch heute sagt,

wird schon morgen hinterfragt,

drum hör auf deine innere Stimme,

die da spricht in deinem Sinne.

5 Kommentare 18.10.17 20:02, kommentieren

Letzte Sonnenstrahlen


Noch die Sonnenstrahlen uns erquicken,

weiße Wölkchen wir erblicken,

und ein Lüftchen noch so lau,

doch am fernen Horizont,

naht so langsam eine Front,

grau in grau,

welch ein Graus,

sieht der Herbst wirklich so aus ?

3 Kommentare 16.10.17 20:36, kommentieren

Bank - Geheimnis


Vieles hat sie schon gesehen,
manches schon erlebt,
fügte man ihr Wunden zu,
sie hat`s ertragen immerzu,
Namen, Herzen und noch mehr,
niemals nimmt sie es so schwer,
sie kennt Dinge,
die niemand weiß,
doch die gibt sie keinem Preis.
Alt und morsch ist die geworden,
die Schönheit und der Glanz vorbei,
der Zahn der Zeit nagt an den Planken,
die Frische ist Vergangenheit.

4 Kommentare 11.10.17 17:09, kommentieren

Kuscheln

Bei dem gestrigen tristen Herbsttag fiel mir dieser
Vierzeiler ein :

 

Ist der Himmel grau in grau,

kuschel dann mit deiner Frau,

reicht sie dir dann roten Wein

erstrahlt sogleich der Sonnenschein.

5 Kommentare 8.10.17 12:01, kommentieren

Herbstbeginn

Nah ist schon der Herbst,
der Frühling noch weit,
Felder kahl und leer,
letzte Früchte abgeerntet,
die Natur tritt langsam
in den Ruhestand,
Krähen ziehen krächzend
ihre Kreise,
immer auf der Suche nach
Freßbarem,
Spinnen weben ihre Netze,
filigran und zart,
doch stark wie Drahtseile;
über Wiesen und Felder
fegt der Sturm,
graue Nebelschleier
geistern umher,
still wird`s in Wald und Flur.

6 Kommentare 4.10.17 19:48, kommentieren

K u m m e r

Nichts auf der Welt
kann wahren Kummer lindern,
kein Gold und keine Perlen;
Bilder der Vergangenheit,
sie tauchen immer wieder auf,
sie quälen mich,
in meinem Herzen weile ich
noch bei dir,
rede mir ein,
dass wir uns einst wiedersehen;
wie so oft störst
du meinen Schlaf,
mit deinen lachenden Augen,
deinem klaren Blick,
deiner tröstenden Stimme,
deinen liebkosenden Händen,
all das erscheint
in meinen Träumen,
und ich weiß,
dies wird sich niemals ändern,
denn die Zeit
läßt Erinnerungen zwar verblassen,
doch die Vergangenheit
hält mein Herz gefangen.

2 Kommentare 26.9.17 21:07, kommentieren

Der Sinn des Lebens

 

Du fragst dich

nach dem Sinn des Lebens,

und findest keine Antwort drauf,

was du auch tust,

was du auch fragst,

du suchst ein Leben lang vergebens.

2 Kommentare 25.9.17 20:54, kommentieren