Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

S c h l a f l o s


Wälze mich im Bett,
einmal rechts,
einmal links,
kann nicht schlafen,
eine gefühlte Ewigkeit vergeht,
schaue zur Uhr,
der Stundenzeiger hat sich
kaum von der Stelle bewegt,
fange an,
die Sekunden zu zählen,
der Zeiger taktet erheblich schneller,
ich stelle fest,
dass die Zeit doch schneller vergeht,
als ich dachte,
und das mein Leben,
mit jeder dahin geflossenen Sekunde,
ein Stück mehr der Vergangenheit
angehört.

2 Kommentare 20.10.17 20:38, kommentieren

Die innere Stimme


Was man dir auch heute sagt,

wird schon morgen hinterfragt,

drum hör auf deine innere Stimme,

die da spricht in deinem Sinne.

5 Kommentare 18.10.17 20:02, kommentieren

Letzte Sonnenstrahlen


Noch die Sonnenstrahlen uns erquicken,

weiße Wölkchen wir erblicken,

und ein Lüftchen noch so lau,

doch am fernen Horizont,

naht so langsam eine Front,

grau in grau,

welch ein Graus,

sieht der Herbst wirklich so aus ?

3 Kommentare 16.10.17 20:36, kommentieren

Bank - Geheimnis


Vieles hat sie schon gesehen,
manches schon erlebt,
fügte man ihr Wunden zu,
sie hat`s ertragen immerzu,
Namen, Herzen und noch mehr,
niemals nimmt sie es so schwer,
sie kennt Dinge,
die niemand weiß,
doch die gibt sie keinem Preis.
Alt und morsch ist die geworden,
die Schönheit und der Glanz vorbei,
der Zahn der Zeit nagt an den Planken,
die Frische ist Vergangenheit.

4 Kommentare 11.10.17 17:09, kommentieren

Kuscheln

Bei dem gestrigen tristen Herbsttag fiel mir dieser
Vierzeiler ein :

 

Ist der Himmel grau in grau,

kuschel dann mit deiner Frau,

reicht sie dir dann roten Wein

erstrahlt sogleich der Sonnenschein.

5 Kommentare 8.10.17 12:01, kommentieren

Herbstbeginn

Nah ist schon der Herbst,
der Frühling noch weit,
Felder kahl und leer,
letzte Früchte abgeerntet,
die Natur tritt langsam
in den Ruhestand,
Krähen ziehen krächzend
ihre Kreise,
immer auf der Suche nach
Freßbarem,
Spinnen weben ihre Netze,
filigran und zart,
doch stark wie Drahtseile;
über Wiesen und Felder
fegt der Sturm,
graue Nebelschleier
geistern umher,
still wird`s in Wald und Flur.

6 Kommentare 4.10.17 19:48, kommentieren

K u m m e r

Nichts auf der Welt
kann wahren Kummer lindern,
kein Gold und keine Perlen;
Bilder der Vergangenheit,
sie tauchen immer wieder auf,
sie quälen mich,
in meinem Herzen weile ich
noch bei dir,
rede mir ein,
dass wir uns einst wiedersehen;
wie so oft störst
du meinen Schlaf,
mit deinen lachenden Augen,
deinem klaren Blick,
deiner tröstenden Stimme,
deinen liebkosenden Händen,
all das erscheint
in meinen Träumen,
und ich weiß,
dies wird sich niemals ändern,
denn die Zeit
läßt Erinnerungen zwar verblassen,
doch die Vergangenheit
hält mein Herz gefangen.

2 Kommentare 26.9.17 21:07, kommentieren

Der Sinn des Lebens

 

Du fragst dich

nach dem Sinn des Lebens,

und findest keine Antwort drauf,

was du auch tust,

was du auch fragst,

du suchst ein Leben lang vergebens.

2 Kommentare 25.9.17 20:54, kommentieren

V e r g ä n g l i c h k e i t


Gedanken an die Vergänglichkeit,
dabei sehe ich dich an,
möchte dich umarmen,
mich an deiner Schulter ausweinen,
dir sagen,
geh nicht fort,
bleib bei mir,
auf ewig;
doch da ist eine unantastbare Schranke,
die Gefühle nicht überwinden läßt,
Lippen bleiben stumm,
das Herz verhaart hilflos,
die Beherrschung siegt.


5 Kommentare 11.9.17 20:36, kommentieren

Wellen peitschen .....

Wellen peitschen an den Strand,
Gischt kommt schäumend an das Land,
draußen auf dem weiten Meer,
da ist ER.

Kommt er heute vielleicht heim?
Oder bleibt sie ganz allein?
Aber bald schon wird ihr klar,
dieser Traum wird niemals war,
seine Welt, das ist das Meer,
um sie herum wird`s still und leer.

Doch an Land, da wohnt die Liebe,
gab es manchmal da auch Hiebe,
aber ungeahnte Triebe,
führen immer zu dem Wörtchen Liebe.

6 Kommentare 5.9.17 18:13, kommentieren

Klassentreffen

Gestern kam ein Brief,
in dem zu lesen stand:
lade ein zu Wein und Bier,
der Klassenvorstand.

Nanu, so dachte ich,
wer kann das sein,
wer denkt nach langer Zeit an mich
und lädt mich ein?!

Ein Geistesblitz durchfuhr mein Hirn,
ein Klassentreffen, ach wie nett,
war das nicht der blonde Jörn,
nicht ganz schlank,
doch auch nicht fett?

Ich folgte dieser Aufforderung auch promt,
setzte auf ein Schreiben,
mit gewählten Worten, wohlgeformt,
dabei konnt` ich ihn gar nicht leiden!

Wie die Jahre doch vergehen,
wie lange hatte man sich nicht gesehen?
Der große Tag,
er naht heran,
pünktlich kommen alle an,
Küßchen hier,
Umarmung dort,
manch einer denkt schon,
wann kann ich wieder fort.
Smal Talk auf allen Ebenen,
Kontakte, ja die soll man pflegen.

Der Streber, aus der ersten Bank,
damals auch noch rank und schlank,
heut` beleibt, aber nicht krank,
saß aufrecht, ordentlich,
sprang niemals über`n Tisch,
heute nicht mehr ganz so frisch.

Und dann die zarte Edith,
mittlerweile reif an Jahren,
immer noch mit langen Haaren,
war die Schönste in der Klasse,
und auch stets ganz gut bei Kasse,
doch Mathe und Latein,
waren ihr so einerlei,
im Zeugnis stand auch nur `ne Drei.

Wir sind jetzt alle im gesetzten Alter,
dort drüben an der Theke,
ist das nicht der stolze Walter?
Wie`s dem so geht,
was er wohl macht,
er schwärmt von seiner eigenen Yacht,
auf allen Meeren ist er zu Haus,
keine Route läßt er aus.

Auch Gabi, die einst schüchtern war,
hat`s gebracht vor den Altar,
ihr Angetrauter, keine Frage,
ein Klassenkamerad der alten Tage,
der kleine Günter wurd` erwählt,
die Ehe nun schon silbern hält.

Manch einer hat es weit gebracht,
wer hätte damals das gedacht,
in den Arbeiten stets eine Vier,
jetzt ein eigenes Revier.

Noch zur späten Stunde,
machen Bilder ihre Runde,
es wird gelacht und auch gescherzt,
einander kräftig mal geherzt,
Anschriften werden ausgetauscht,
manch einer schon etwas berauscht,
ein Späßchen noch beim Auseinandergehen,
schon freut man sich auf`s Wiedersehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


8 Kommentare 9.8.17 19:34, kommentieren

S e h n s u c h t


Blutrot die Abendsonne,

wenn sie langsam im Meer versinkt,

sehnsuchtsvoll schau ich ihr hinterher,

denk an dich,

seh` im Wasser noch dein Spiegelbild,

ich möcht`s berühren,

doch die Wellen nehmen es fort;

langsam verneigt sich der

Tag vor der Nacht,

und in mir erwachen

wieder die Träume.

2 Kommentare 8.8.17 20:55, kommentieren

Liebesgefühle

Der erste Tanz,
so wunderbar,
das erste Du,
so glockenklar,
der erste Kuss,
so himmlisch nah;
Seele,
die durch`s Feuer geht,
ein unerklärliches Gefühl
dass man Liebe nennt,
ein Gefühl,
das die Sinne umnebelt,
das alles auf der Welt vergessen läßt,
Liebe ist süß und
schmerzhaft zugleich,
sie verletzt und heilt auch Wunden,
macht aus Träumen Wirklichkeit.
Doch es gibt kein Ewig
für ein junges Glück,
drum lebe in dem Augenblick.


8 Kommentare 31.7.17 21:22, kommentieren

Ein Schmunzel - Gedicht



Ich kan nicht fliegen wie ein Vogel,

ich kann nicht schwimmen wie ein Fisch,

ich kann nicht hüpfen wie ein Känguruh,

ich kann nur dichten immerzu.

3 Kommentare 26.7.17 18:07, kommentieren

Ein kleines Buch .....


Es ist ein kleines Buch,
eingewickelt in ein rotes Tuch,
geschenkt,
von einem Freund vor Jahren,
hab`s gehütet wie einen Schatz,
vor Staub und Schmutz,
ich wollt`s bewahren,
doch dann,
an einem Regentag:
ich nehm es aus der Lade,
enthülle es,
Wehmut und Sehnsucht
werden wach,
ich schlag es auf,
doch dann, oh Schreck,
auf dem Geschriebenen
ein großer Fleck,
viele Seiten noch davor,
ein Eselsohr,
Reste aus der Jugendzeit,
oder Altersschwäche der Vergangenheit?
Sollt ich nicht mehr lesen,
was dort stand,
was uns vor Jahren doch verband?
Wie dem auch sei,
es ist vorbei,
die Glut der Liebe längst verloschen...
Ein Lächeln huscht über`s Gesicht,
das Büchlein,
ich schlag`s wieder zu
und mit Erinnerungen verschlossen.

 


1 Kommentar 25.7.17 19:58, kommentieren

Die Zeit.....

 


Bei allem was du tust
brauchst du Zeit,
Zeit, ist wie das Salz in der Suppe,
ein kostbares Gut,
darum nimm sie dir,
zum Arbeiten:
später kannst du die Früchte des Erfolgs ernten,
zum Denken:
denn es ist die Quelle deiner schöpferischen Kraft,
zum Lesen:
daraus eröffnet sich dir die Weisheit,
zum Lachen:
ein Lächeln ist wie Musik für die Seele,
zum Träumen:
dann sind die Sterne zum Greifen nah,
zum Spielen:
so bewahrst du dir die Kindheit,
und gönn` dir die Zeit,
freundlich zu sein,
es kostet nichts
und ebnet dir den Weg zum Glück,
die Zeit ist aber auch eine Mahnung,
daß wir nur Sandkörner in der Ewigkeit sind.

 

 

 

 

 


2 Kommentare 17.7.17 19:54, kommentieren

Ein Kuss


Wir sind wie Rosenblätter,

bevor wir uns küssen,

unser Verlangen,

zart und verhüllt,

beieinanderstehen,

wie mit einem Schleier eingehüllt,

voll Spannung,

und doch niemals beben,

als würden wir uns niemals finden:

dann entfaltet die Rose ihre Blätter

zu einer wundervollen Blüte.

 


3 Kommentare 13.7.17 20:09, kommentieren

T r ä n e n


Tränen,

die über meine Wangen rinnen,

trocknet schnell der Sommerwind,

denke an vergangene Zeiten,

die schon längst vorüber sind,

und an Tage voller Glück,

doch sie kommen nie zurück.

5 Kommentare 11.7.17 18:01, kommentieren

Die Stimme meiner Mutter


Du hast mir Sprache beigebracht,
hab` mein Leben lang darin gedacht,
deine Worte machten Freude,
du hast mich damit angelacht,
das Abendlied mit mir gesungen,
Worte, wie Geflüster gleich,
sind zu mir gedrungen,
ich hab` geträumt, geliebt, gehasst,
du hast alles schnell erfaßt;
Worte, die gewählt beruhigen
sollten es dann richten,
und dein starkes Wort
hat mich schnell dann aufgrichtet.

Die Stimme meiner Mutter,
sie klingt noch heut` in meinem Ohr,
so lieblich, süß und so vertraut,
leise, sanft und niemals laut.

2 Kommentare 3.7.17 18:43, kommentieren

Greif` nicht ........


Greif` nicht nach den Sternen,

denn die sind unendlich weit,

Schönes gibt es auch auf Erden,

nimm dir dafür nur die Zeit.

4 Kommentare 27.6.17 20:40, kommentieren