Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Liebe, Lust und Leidenschaft

Immer vorwärts, nie zurück,
auf dem Weg ins Lebensglück,
doch tut`s weh, wenn es vergeht,
wie im März der weiße Schnee.

Gute Worte immerfort,
trotzdem gingst du von mir fort,
nur ein Handschlag nur zum Schluß,
ohne einen Abschiedskuß.

Liebe, Lust und Leidenschaft,
lieber Gott gib mir die Kraft,
daß ich übersteh die Zeit,
die nun liegt vor mir so weit.

Wenn die Leidenschaft erschlafft,
ist man müd und auch geschafft,
sehnt sich nach dem Neubeginn,
wird es jemals ein Gewinn?

 


3 Kommentare 29.3.17 20:06, kommentieren

MEIN KIND

Nackt und ohne Haare,
erblicktest du das Licht der Welt;
wie laut ist nun die Welt um dich!
der erste Schrei,
wie wunderbar!

Die Zeit, sie rennt,
dein erster Geburtstag,
großes Fest für alle,
du sprichst die ersten Worte,
die Eltern,
sie sind stolz,
die ersten Schritte an meiner Hand,
noch wacklig auf den Beinchen,
umfallen...
aufstehen....
du gibst nicht auf,
bald schaffst du es allein.

Jahre ziehn ins Land,
der Kindergarten winkt,
Stunden getrennt,
Seelenschmerz,
zum Trost:
Bett-Zeremonie am Abend:
vorlesen....
singen.....
selig schlummerst du ein.

Ein neuer Lebensabschnitt:
der erste Schultag!
Eine aufregende Zeit beginnt,
Nörgeleien beim Aufstehen,
mißmutig,
über nicht enden wollende
Hausaufgaben,
der erste Liebenskummer,
ich tröste dich.

Längst ist alles schon Vergangenheit.
Wo sind all die Jahre geblieben,
eben warst du noch ein kleines Kind,
jetzt bist du erwachsen,
suchst deinen eigenen Weg,
dich zieht es in die Welt hinaus,
willst was erleben,
ich lass dich los.
Egal, wo du auch bist,
egal was du auch tust,
egal wie alt du bist,
du bist mein Kind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


6 Kommentare 24.3.17 19:56, kommentieren

Am Hafen

Sie geht zum Hafen,
Tag für Tag,
steht am Kai,
ihr Blick schweift auf`s offene Meer,
sie hört die Wellen,
die stetig an die Kaimauer plätschern,
Möwen kreischen,
sie saugt die herbe Seeluft ein,
schaut sehnsuchtsvoll
den großen Schiffen nach,
die täglich den Hafen verlassen,
auf`s blaue Meer hinausfahren,
sieht,
wie sie kleiner und kleiner werden,
bis sie wie Spielzeugschiffchen
hinterm Horizont verschwinden;
mit ihnen auf große Reise gehen,
das ist ihr größter Wunsch......,
ferne Länder sehen......,
einmal die Welt umrunden.........
Lange noch
hing sie ihren Träumen nach.

4 Kommentare 21.3.17 19:15, kommentieren

L i e b e

Du kannst sie nicht hören,
du kannst sie nicht sehen,
sie hat keine Farben
und auch keinen Duft,
und doch ist sie da!
Du kannt von ihr träumen,
du kannst sie nur fühlen,
im Herzen nur spüren,
die L i e b e !

4 Kommentare 17.3.17 19:25, kommentieren

F r ü h l i n g


Riechst du,
wie der Frühling duftet,
nach Moos und frischem Gras,
spürst du,
wie zärtlich
dich der Wind umschmeichelt?
Vogelgezwitscher erfüllt die Luft,
die farblosen Wintermonate,
die bleierne Schneeschwere,
vorbei!
Die Tage werden heller,
die Sonnenstrahlen wärmer,
leichtes Grün
tastet sich ans Tageslicht,
die ersten Frühblüher
stecken ihre Köpfchen
durch das Dunkel der Erde;
mischt sich dann
ein Hauch Süden dazu,
erwachen auch andere Artgenossen:
Krokusse, Tulpen, Hyazinthen,
verströmen einen betörenden Duft.
Der Frühling,
ein Farbenspiel der besonderen Art,
ein Duft - Potpourrie für die Sinne,
unvergleichlich, unerreichbar.

 

 

 

 


5 Kommentare 13.3.17 20:03, kommentieren

R e g e n t r o p f e n


Ich steh` am Fenster,
blicke,
in Gedanken versunken,
über`s nackte,kahle Feld,
Sonnenschein erhellt die Welt,
plötzlich,
in Sekundenschnelle
verdichtet sich der Himmel
zu einer grauen, diesigen Masse,
dicke Regentropfen fallen,
erst vereinzelt
und noch etwas zaghaft,
dann immer stärker und särker
bis sie in einem kräftigen
Regenguß enden;
schlagartig ist meine Stimmung gedrückt,
schon wieder mieses Wetter......
doch Regen muß sein,
Mutter Natur braucht Wasser,
ohne Regen,
kein Wachstum,
ohne Wachstum,
keine Nahrung,
keine Blumenpracht,
also schaue ich gelassen
den Regentropfen zu,
wie sie sich am Boden
zu Pfützen zusammenrotten,
und warte,
bis der Schauer vorbei ist.

 

 

 

 

 


 

 


6 Kommentare 9.3.17 21:04, kommentieren

Lebenskreis

 

Du bist geboren,
klein und zart,
das Köpfchen
noch sehr unbehaart,
du wächst heran,
von Jahr zu Jahr,
nimmst deine
Umwelt besser wahr,
du wirst ein Jüngling,
dann ein Mann,
die weite Welt
zieht dich in ihren Bann,
die Zeit jedoch
sie rinnt und rinnt,
wie Sand durch deine Finger;
silbern glänzt dein Haar,
bald schon sind sie weiß,
und langsam wirst du dann
zum Greis,
so schließt sich unser Lebenskreis.

7 Kommentare 6.3.17 20:38, kommentieren

Sehnsucht

Leise rauschte der Wind durch die Bäume. Still stand sie am offenen Fenster und lauschte dem Gezwitscher der Vögel. Dabei kreisten ihre Gedanken nur um ihn. Obwohl sie schon seit einem viertel Jahrhundert in ehelicher Verbundenheit lebt,traf sie neulich Amors Pfeil wie aus heiterem Himmel.Sie konnte nichts dazu. Dunkle Augen hatten sie verzaubert.Wie er so vor ihr stand: wie ein großer Junge und doch schon ein Mann in den besten Jahren. Was faszinierte sie so an diesem Menschen? Waren es seine treuen Dackelaugen, die sie ansahen? Durchdringend und ohne Widerspruch, und trotzdem zärtlich.Immer, wenn sie sich sahen, wollte ihr Herz aus den Angeln springen. Dieses geheimnisvolle Knistern lag bei jedem ihrer Treffen in der Luft.So, wie bei einem jungen Mädchen, dem die erste Liebe begegenet. Jede seiner Berührungen versetzte sie in nie dagewesene Erregung. Immer wieder sagte sie sich: es soll,es kann und es darf nicht sein. Nein und nochmals nein!! Tränen liefen über ihr Gesicht, wenn sie nur an ihn dachte. Er war ihr so nah und doch so fern.Besonders die Wochenenden schmerzten sehr. Allein der Gedanke, daß er jetzt friedlich mit Frau und Kindern auf dem Sofa saß, versetzte ihr einen Stich ins Herz.Aber war es bei ihr anders? Auch sie hatte einen treusorgenden Ehemann, der alles für sie tat, damit sie glücklich ist. Wirklich alles? Kannte er ihre geheimen Wünsche und Sehnsüchte? Wahrscheinlich nicht.Oder doch, ging aber diskret darüber hinweg? Was sollte sie tun? Der Traumwelt entfliehen? Alles Gewesene vergessen? Sie suchte nach Antworten auf ihre Fragen. Aber es gab keine.

5 Kommentare 27.2.17 19:26, kommentieren

September - Schnee

Schnee,
der im September fällt,
keine Hand,
die mich mehr hält,
trostlos wird ` s
jetzt sein um mich.
was ist die Welt
nun ohne dich.

3 Kommentare 24.2.17 19:27, kommentieren

DIE FEDER


Lautlos,
fast schwerelos,
schwebt sie herunter,
landet genau vor meinen Füßen.
Wer hat sie verloren,
wem ausgerupft?
Oder hat sie der Wind
schon kilometerweit mit sich getragen?
Eine Feder !
Schön anzusehen,
trotzdem verloren, allein.
Jetzt zerrt der Wind an ihr,
will sie wieder fortnehmen,
auf große Reise.
Trotz Leichtigkeit
widersetzt sie sich,
zerbrechlich,
wie sie aussieht,
ist sie nur eine von vielen
im Gefieder eines Vogels,
doch in der Gemeinschaft aller,
beweist sie ihre Kraft und Stärke,
läßt den Vogel in die Lüfte steigen,
ihn im Blau des Himmels schweben.

Menschen bleibt es verwehrt,
auf diese Art zu fliegen,
auch in der Gruppe nicht,
wir können nur unseren Gedanken
freien Lauf lassen;
schön wäre es,
die Last des Alltags:
Kummer, Sorge, Leid,
abzuwerfen.
Würden die Gedanken dann genauso
die Kraft und Stärke erlangen
wie eine Feder;
die uns hilft,
aufzusteigen??
Uns bleibt nur in Träumen
zu schwelgen,
und so im Geiste
die Welt von oben zubetrachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5 Kommentare 22.2.17 20:22, kommentieren

Wiedererwachen des Blogs

Hurra, hurra,
der Blog ist wieder da!
Doch niemand weiß,
wie lange,
da wird`s mir heut` schon bange,
den Fehler hat man wohl gefunden,
mit tippen,
sich die Finger wund geschunden,
Gehirnschmalz wurde aufgewandt,
doch leider gab man nichts bekannt,
meckern hat jetzt keinen Zweck,
nehmt den Blog genügend wahr,
sonst ist er wieder weg !!

6 Kommentare 15.2.17 19:29, kommentieren

Das blaue Band der Treue


Feierabend!
Ich sitze im Bus,
fahre heim.
Ein junger Mann,
bepackt mit Rucksack und Koffer
steigt ein,
setzt sich mir gegenüber,
schaut ständig zur Uhr,
dann wieder aus dem Fenster,
scheint sichtlich nervös zu sein.
Wir kommen ins Gespräch.
Er beginnt zu erzählen:
vor vielen Jahren zog`s mich in die Ferne,
zurück blieb mein Schatz,
sie schwor mir die Treue,
sie wird auf mich warten.
Heut` ist es nun so weit:
ich komme zurück,
nach Hause,
zu ihr.

Vor kurzem schieb ich ihr ein paar Zeilen,
wenn du mich noch lieb hast,
so wie damals,
dann hänge als Zeichen deiner Treue
dein blaues Haarband
an den Baum vor deinem Haus.
Sehe ich es,
steige ich aus,
sehe ich es nicht,
fahre ich weiter.

Die Stationen,
sie fliegen vorbei;
dann kommt seine Station:
ich seh` s ihm an,
er kann es kaum erwarten,
was wird jetzt geschehen?
Dann fängt er an zu lachen,
packt seine Sachen,
eilt zur Tür,
er kann`s kaum fassen,
was er am Baum dort sieht,
lauter blaue Bänder,
die ihm sagen:
ich hab dich lieb!

Der Bus fährt weiter,
ohne ihn,
sein Platz mir gegenüber,
er bleibt leer.
Noch lange denke ich an ihn zurück
und an die vielen blauen Bänder:
sie brachten ihm das große Glück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare 31.1.17 21:29, kommentieren

Kaffeehaus - Geflüster


Im Kaffeehaus zur "Grauen Maus",
trifft man sich heut` zum großen Plausch.
Zwanzig Menschen an der Zahl,
und man hat die Qual der Wahl:
wer ist der Älteste im Saal?
Ist`s die Dame dort in Blau?
Oder eher der Herr in Grau?
Gott sein Dank, man sieht es nicht,
denn Senioren, die sind fit!

Begrüßungsworte schmeicheld laut,
auch wenn sie meistens keiner glaubt,
es wird gelauscht und schon gebrabbelt,
und manchmal mit Geschirr geklappert,
man freut sich auf das Kaffeetrinken:
soll man schon dem Kellner winken?
Endlich ist es dann soweit!
Der Kuchen steht schon frisch bereit,
auch Kaffeeduft durchströmt den Raum,
nun hält es keinen mehr im Zaum!

Ratz, fatz, dann ist der Teller leer,
das Kauen fällt ja keinem schwer,
dann wird geplaudert und getuschelt,
manchmal vor sich hin genuschelt,
Neuigkeiten ausgetauscht,
hier und da mal hingelauscht,
......ja, ja, die gute alte Zeit,
längst ist sie Vergangenheit,
wo noch einst die Kühe grasten,
heute nur noch Autos rasen ........

So vergehen Stund` um Stund`,
langsam löst sich auf die Rund` ,
ein Scherz beim Auseinandergehen,
schon freut man sich auf s Wiedersehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare 23.1.17 19:57, kommentieren

Zwei auf einem Weg ....

:
da seh ich dich,
Sekunden bloß,
du gehst neben mir
ich denke:
wer bin ich
und wer bist du?
Zwei auf dem gleichen Weg,
und doch verschieden.
Ich seh ` dich an,
verlegen senkst du den Kopf,
siehst auch du mich so
wie ich dich sehe?
Nimmst auch du mich wahr?
Oder blickst du durch mich hindurch?
Du lächelst mir zu,
ich lächle zurück.
Ist dein Lächeln kühle Berechnung?
Zuneigung?
Einen Atemzug später
trennen sich unsere Wege:
du zu der einen,
ich zu der anderen Seite.
Werden wir uns wiedersehen?

 

3 Kommentare 18.1.17 18:46, kommentieren

Die Anderen

Ich wollte nie so sein wie die anderen,
wollte anders sein,
wollte neues ausprobieren,
hab dabei nur an mich gedacht,
über andere nur gelacht,
doch du sah`st es anders:
du gingst zu den anderen.

Ich hab dir nie die Treue geschworen,
dir nie Geborgenheit gegeben,
dir kaum ein Lächeln geschenkt,
dich nie in den Arm genommen:
aber die anderen.

Hab dich zu oft allein gelassen,
aber die Pflicht,
sie rief,
ich mußte fort,
zum anderen Ort,
ich war nicht da,
als du mich brauchtest:
aber die anderen.

Reichtum, Gold und auch Juwelen,
alles kann ich dir nicht schenken;
doch eines sollst du wissen,
ob ich nah bin oder fern,
ich hab dich gern,
und eines Tages
schenk ich dir alles was ich hab:
mein Herz.
Das können die anderen n i c h t !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7 Kommentare 10.1.17 21:15, kommentieren

Liebe ist ........

Ist Liebe nur ein Fragezeichen,

oder doch nur ein Gedankenstrich?

Vielleicht auch nur ein Doppelpunkt,

und folgt darauf der Punkt?

3 Kommentare 6.1.17 20:04, kommentieren

V o r b ei

Der Kaufrausch zu den Festtagen:

er ist vorbei !

Der Mensch neben dir:

ist wieder einerlei!

Die Worte von Liebe und Dankbarkeit:

sie sind längst verflogen!

Die Freunde von gestern:

sind ihres Weges gezogen!

Wo bleibt nun das Getue und Gehabe vom Fest:

wenn man den anderen nun doch fallen läßt?

3 Kommentare 2.1.17 18:31, kommentieren

Abschied vom Alten

Frühlingsluft,

Blumenduft,

blauer Himmel,

barfuß tanzen im Gras,

Sonnenschein,

baden im blauen Meer,

unbeschwert den Tag genießen;

doch die Stunden fliehen,

die Tage verrinnen,

schon wirbeln Blätter,

brausen Stürme,

Dunkelheit

naht mit großen Schritten,

plötzlich fallen weiße Flocken:

ade, du schöne Sommerzeit!

Tage, Stunden,

schwinden unaufhörlich dahin,

Minute für Minute lößt sich auf,

Abschied vom Alten,

Liebgewonnenen,

schon spürbar:

der Zeiger der Uhr,

er schreitet voran,

im Sekundentakt;

tick-tack, tick-tack:

ein neues Jahr erwacht !


 


 



3 Kommentare 29.12.16 19:54, kommentieren

Liebe Blogger und Bloggerinnen,

das Jahr neigt sich seinem Ende zu,und ich möchte

mich auf diesem Wege ganz herzlich für Euren Besuch

auf meinem Blog bedanken. Besonderer Dank gilt

meinen treuen "Blog-Fans" mit Ihren netten Kommen-

taren.


Nun wünsche ich Euch besinnliche, friedvolle und

harmonische Weihnachtsfeiertage und ein gesundes

neues Jahr 2017 !

pally

2 Kommentare 22.12.16 21:31, kommentieren

Heile Welt

Trägt die Welt ein weißes Kleid,

beginnt für uns die stille Zeit,

Hektik, Stress und Hetzerei

sind endgültig nun vorbei.


Festlich glänzt der Weihnachtsbaum,

Plätzchenduft in jedem Raum,

Kinderaugen leuchten hell,

Knecht Ruprecht soll nun kommen schnell.


Die Alten sitzen am Kamin,

Erinnerungsbilder vor den Augen,

Gedanken wandern dann zurück,

in eine Kindheit voller Glück.

3 Kommentare 19.12.16 21:43, kommentieren