Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Verwechslung


Sie trafen sich das erste Mal
in einer lauen Sommernacht,
verliebt bis über beide Ohren
saßen sie am Weiher,
tranken kühlen Wein,
sanft glitt ein Windhauch
über ihre glühenden Wangen,
zärtlich nahm er sie bei der Hand,
führte sie zu einer Lichtung,
er zeigte ihr den Mond
und auch die Sterne,
dabei flüsterte er ihr Worte ins Ohr,
die ihr Herz nicht verstand:
er wollte sie glauben lassen,
er liebe eine andere,
sie lachte nur,
dann weinte sie,
sie schenkte ihm keinen Glauben,
-- wie töricht er doch ist,
-- in seiner Jugend verwechselt er
-- Wirklichkeit und Traum --,
dachte sie,
er aber lächelte nur
und ging;
eine salzige Träne perlte
über ihr Gesicht,
jetzt war ihr klar:
sie war das Opfer der Verwechslung.
Sie.
Sie ganz allein.

 

 

 

 

 

 

 

25.10.17 20:00

Letzte Einträge: Gleichtakt, Winterzeit, Graues Einerlei, Streicheleinheiten, Dunkle Stille

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mausfreddy (25.10.17 23:52)



padernosder (26.10.17 09:14)
Hallo,

daß die Liebe blind macht, zeigst Du in Deinem Gedicht auf eine überraschende, eigenwillige Art und Weise. Ich lese gerne solche Gedanken, die den "geraden Weg" verlassen. Und ginge der Leser davon aus, dies alles sei "nur" ein Traum gewesen, würde er es sich zu einfach machen... es sei denn, die Dichterin hätte uns etwas verschwiegen. ;-)


Indianwinter (27.10.17 15:21)
Hallo Pally,
dein Gedicht verwirrt mich... : )
LG, Indianwinter

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