Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Helden

Wir sehen
Dichter, Denker,
Philosophen und auch Banker
als die großen Helden an;
doch was ist mit uns?
Sind nicht auch wir täglich Helden?
Die am Fließband stehen,
Wände mauern,
verstopfte Rohre reinigen,
Türen streichen.
Wer lobt uns mal irgendwann?
Waschen, bügeln, kochen,
manchmal auch die Socken stopfen,
pflegen, trösten,
helfen und auch putzen,
alles Arbeit nur von Nutzen.
Wir sind es doch,
die die Welt am Laufen halten!
Doch aus der Selbstverständlichkeit
wird Normalität;
oft übersehen.
Aber so ist das Leben.

29.1.18 19:57

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


M (29.1.18 20:03)



padernosder (29.1.18 22:30)
Hallo,

"wir" lesen Deinen Beitrag und "wir" sind spontan geneigt, Dir zuzustimmen. Doch wenn "wir" einen Augenblick überlegen, dann kommt Folgendes raus:

"Wir" sind es, die Andere zu Helden machen! Du sagst es selbst. Aber warum tun wir das, wenn wir doch wissen, daß "wir" die Welt am Laufen halten? Da scheint doch mit uns selbst etwas nicht zu stimmen!


mausfreddy (29.1.18 23:08)
Hallo pally!
Du hast recht. Die meisten sehen diese Leute als Helden an.
Banker haben schon viel Unglück in die Welt gebracht.
Die These, dass die Leute Helden sind, die etwas für die Allgemeinheit tun habe ich schon lange. Manchmal frage ich mich, was das geschwollene Gerede soll, davon wird niemand satt oder gesund. Das Menschen besser leben die andere mit Füßen treten und schikanieren als die, die etwas für die Anderen tun ist schlimm genug. Ich denke man soll sich das schon ab und zu bewusst machen. Dein Gedicht ist dafür geeignet. Danke
LG mausfreddy


(30.1.18 13:55)
merry-n
Genau das selbe habe ich mich auch schon oft gefragt und auch, wer eigentlich bestimmt, dass jemand, der wie ein Irrer im Kreis herum fährt, um am Ende wieder genau dort zu sein, wo er begonnen hat, ein Held sein soll, wofür er sehr viel Geld bekommt und eine Krankenschwester, die täglich stundenlang Nachttöpfe entleert, Essen verteilt, Fieber misst, Verbände erneuert, Mut zuspricht, Tee bringt und...und...und....soll keine Heldin sein und kaum das Nötigste verdienen? Jetzt mal nur als Beispiel!
Das Gedicht musste dringend geschrieben werden! Danke, dass du es getan hast!

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