Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Die Dunkelheit - ....


Letztes Licht verschwindet,
nachtblau der Himmel,
mit Sternen übersät;

vor der Morgendämmerung:
Stille der ersten Schatten,
Einsamkeit der Finsternis.

Die Dunkelheit - dein Freund!


5.12.18 17:19, kommentieren

Gedankenflugzeuge

Über Länder

und auch Meere,

sie fliegen ständig

hin und her,

überwinden Grenzen

und auch Mauern:

Gedankenflugzeuge

2 Kommentare 26.11.18 18:23, kommentieren

......unter`m Stein


Die große Liebe ist verflossen,
der Kummer riesengroß,
viele Tränen sind vergossen,
deine Zärtlichkeit
läßt mich nicht los.

Jahre sind ins Land gegangen,
denke immer noch an dich,
wo magst du wohl heute sein?
Im Grabe unter`m Stein .......

2 Kommentare 14.11.18 19:03, kommentieren

Aber allein

Fremd ist uns der Erdgeruch,
Tannengrün und Blätterduft,
Tiere kennt man nur aus Büchern,
Gräser, Blumen, Bäume auch.

Unsere Liebe wohnt in Städten,
zwischen Asphalt und Beton,
nur bei Geräuschen einer Großstadt,
da fühlen wir uns wohl.

Aber allein.


5 Kommentare 2.11.18 18:52, kommentieren

Fernwehgeflüster

Gewisper und Gezeter
am Bahndamm,
hohe Halme
zwischen Schotter und Schienen,
vom Wind gepeitscht,
Aufstand der Disteln,
Mohn hält sich wacker,
Löwenzahn duckt sich,
Schmetterlinge tanzen
über blauen Glockenblumen.

9 Kommentare 27.10.18 19:35, kommentieren

Baum der Erkenntnis


Lerne Klippen zu umschiffen,
ist die See auch noch so rau,

Hürden zu überwinden,
sind sie noch so hoch,

Menschen zu verstehen,
die anders sind als du,

nasche vom Baum der Erkenntnis,
und du findest Antworten.

5 Kommentare 17.10.18 18:29, kommentieren

Ein Anruf

Sechs Uhr früh!
Das Haus liegt noch
in sanftem Schlummer,
dann dieser schrille Ton:
das Telefon!

Wer stört um diese
Zeit die Ruhe?
Ziehe die Bettdecke
über die Ohren;
wird schon aufgeben,
soll`s später noch
mal versuchen.

Im Halbschlaf
höre ich noch immer
wie es klingelt
und klingelt und klingelt.
Wer wagt es,
mich so eindringlich
mit diesem Geräusch
zu belästigen.....?

Ausdauer liegt in der Luft;
muß wohl doch was Eiliges,
Dringendes sein:
eine Absage....,
vielleicht eine Zustimmung....,
oder gar eine Einladung??
Will gerade aus dem
Bett hüpfen:
aufgelegt.
Gott sein Dank!
Der Anrufer gibt auf!
Denke i c h .
E r nicht.

Kurze Pause.
Bin wieder am
Einschlummern,
erneut dieser
durchdringende Klingelton,
hartnäckig,
wie eh und je.

Jetzt reicht`s!
Schwinge mich aus dem Bett,
eile hinunter,
außer Atem
greife ich nach dem Telefon.
Eine liebliche Stimme
säuselt mir dann ins Ohr:
" Tut mir leid,
falsch verbunden.
Ich wünsche noch einen
schönen Tag."

Wütend lege ich auf.
Wie kann ein Tag schön werden,
der schon so anfängt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


8 Kommentare 13.10.18 11:16, kommentieren

W e n n



W enn die Welt heut` unterginge,

e ine Heimat gäb`s nicht mehr,

n irgends eine lebend Seele,

n ur noch Stille.........überall.

6 Kommentare 8.10.18 19:48, kommentieren

Vorherbstliche Gedanken

Kalter Wind flüstert
durch die Bäume,
noch breitet die Sonne
ihre leuchtenden Arme aus,
sie halten mich umschlungen.

---

Nach den Sonnen
kommen bald die Frostriesen,
die ihre kalten, weißen Mäntel
über das Land werfen,
erfrorene Bläter umfluten
dann die Stämme;
der Feind: die Kälte,
die leiser anschleicht als der Wind,
Schnee bedeckt zart den Waldboden,
Steine und Wurzeln liegen verborgen
unter der weißen Kruste,
sie warten auf den Sorglosen,
den Unachtsamen.

---

Langsam sinkt die Dämmerung herab......,
dunkler und dunkler wird es,
der wolkenlose Himmel
verwandelt sich vom Dunkelrot,
bis schließlich zu tiefem Schwarz.

 

 

 

 

 

 

 

 



3 Kommentare 2.10.18 19:52, kommentieren

heute, gestern, morgen

Ich baue auf die Zukunft,

der Blick schweift in die Ferne,

das Auge erreicht den Horizont,

wo sich der Morgen mit dem Gestern

trifft und auf das Heute wartet.

2 Kommentare 29.9.18 19:25, kommentieren

Weißt du noch ?

Die untergehende Abendsonne
spiegelte sich auf den Dächern,
die Arbeit des Tages:
vollbracht,
Augenpaare trafen sich,
zwei Fremde,
unter fernem Sternenhimmel,
der Rotwein funkelte im Glas,
Gitarrenklänge,
Meeresrauschen,
barfuß tanzten wir am Strand,
bis der Morgen nahte,
wir erlebten den Zauber einer Nacht.
Weißt du noch?

Wieder sitze ich
in der kleinen Taverne
am Strand,
der alte Fischer am Nebentisch:
er lächelt herüber,
so wie damals,
als wir uns begegneten,
doch dein Platz
bleibt heute leer.
Was ist nur mit uns geschehen.......?
Ich sehe hinaus auf`s Meer,
wo sich die schlanken Boote drehen,
beobachte das Spiel der Wellen,
spüre noch den heißen Sand,
der durch meine Finger rinnt.
Weißt du noch?

Sehnsucht schwingt im Sommerwind,
zurück bleibt die Erinnerung;
ein Jahr..........,
eine lange Zeit .........
in der aus Freunde, Fremde werden.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare 24.9.18 20:16, kommentieren

Ein Clown

Abend für Abend
steht er in der Manege,
unter gleißendem
Scheinwerferlicht,
geschminkt,
rote Nase,
karierte Jacke,
Pluderhose,
immer mit einem
Lächeln im Gesicht,
doch wie`s hinter
der Maske aussieht,
das sieht man nicht.

Hat er Kummer
oder Sorgen,
zeigen
darf er seine Traurigkeit,
seine Tränen nicht;
gut gelaunt und
fröhlich muss er sein,
so begeistert er
Groß und Klein.

Längst ist die Musik verklungen,
die Scheinwerfer erloschen,
das Kinderlachen verhallt,
zurück bleibt einsam und allein
der C l o w n .

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare 21.9.18 19:40, kommentieren

Vielleicht

Stundenlang
betrachtet er ihr Bild,
allein sein,
fällt ihm unsagbar schwer;
doch Trauer
will einfach nicht kommen,
vielleicht,
weil schon so viele Jahre
vergangen sind;
vielleicht,
weil sein letzter Brief an sie
voller Anschuldigungen und
Vorwürfe war,
vielleicht
sind es die Schuldgefühle,
die ihn belasten,
weil er ihr damals
nicht geholfen hat;
vielleicht
verspürt er auch keinen Schmerz,
weil sie ihm fremd geworden ist.
Vielleicht.

4 Kommentare 10.9.18 19:54, kommentieren

A m a n d a

 

Regentropfen fallen,
welch ein Graus,
plötzlich aus den Wolken `raus,
mitten auf die Veranda:
dort saß Amanda.

Amanda,
schlank und fein,
schlug über jetzt das linke Bein:
ihs bösen, bösen Tropfen,
hört endlich auf,
mich heut` zu foppen.

3 Kommentare 4.9.18 19:53, kommentieren

Der Mond


Mond,

so klar,

Nachtgebar,

rührt sich nicht,

steht still.

Silberkalt.

6 Kommentare 1.9.18 19:11, kommentieren

Erinnerungs - Spiel

Die Erinnerung...........,
sie spielte ihr einen Streich,
ein Hauch der Hoffnung,
zum Wind geworden,
und der Wind,
hatte ihr ihren Liebsten
wieder gebracht.


Sie schaut ihm nach,
lange........,
es war ihre Art,
ihn festzuhalten,
vielleicht die einzige,
die im Augenblick möglich war,
sie blickte zum Himmel,
unterdrückte die
aufsteigenden Tränen,
niemand sollte sehen,
wie sie sich fühlte,
gar vermuten,
wie sehr sie sich freute.

Dann brach sich sein
Spiegelbild auf der
Wasseroberfläche.

 


3 Kommentare 28.8.18 19:28, kommentieren

Der Ruf der Freiheit

Tagein, tagaus,
sitzt er dort,
allein,
im goldenen Käfig,
wird bewacht, behütet, verwöhnt,
manche Leckerei wird ihm zuteil,
er hat alles,
was man sich wünschen kann,
er ist das Vorzeige - Objekt,
aber er ist einsam;
ob er sich wohlfühlt,
danach fragt man nicht,
seine Wünsche, Sehnsüchte,
bleiben unerkannt.

Außerhalb seiner Behausung
toben Stürme,
werden Wortgefechte ausgetragen,
Intrigen geschmiedet,
Verschwörungen geplant,
hier und da
ein liebes Wort.
Was ist das für eine Welt?
Wie kann er dieser nur entfliehen,
dorthin,
wo es friedlicher zugeht.........

Irgendwann erhörte man
sein stummes Flehen:
das Tor öffnete sich
und er folgte
dem Ruf der Freiheit.

 

 

 

 

 

 


4 Kommentare 24.8.18 20:10, kommentieren

D u n k e l


Dunkelheit

sammelt sich

in jeder Ecke,

jedem Winkel,

steigt dann auf,

erfüllt den Raum,

Dämmerung ist vorüber,

die Nacht hat sich gesenkt.

5 Kommentare 20.8.18 20:18, kommentieren

Heimliche Tränen


Tränen,
die ich heimlich weine,
still und leise vor mich hin,
sagen dir auf meine Weise,
wie verliebt ich in dich bin.

Tränen
gehen auf die Reise,
sie gehen nur zu dir,
Tränen bitten dich ganz leise,
komm doch bald zurück zu mir.

4 Kommentare 14.8.18 19:31, kommentieren

Das Tal der Finsternis

Es ist passiert:
das Schicksal hat
erbarmungslos zugeschlagen,
und du,
erstarrt,
fassungslos,
hast alles mit angesehen,
konntest nichts tun,
nichts verhindern.

Das Ereignis hat dich verändert:
Ängste rauben dir den Schlaf,
Alpträume ergreifen von dir Besitz,
begleiten dich auf Schritt und Tritt,
es gibt kein entweichen,
kein entrinnen,
du kannst sie nicht abschütteln
wie Staubflusen von deiner Jacke,
sie sind wie dein zweites " Ich " ,
ziehen dich immer enger
in ihren Bann,
die unheimlichen Mächte
umschmeicheln dich,
immer intensiver,
ziehen dabei den Gürtel fester und fester,
bis dich die Schwärze der Nacht
ganz und gar umgibt.

Du lässt dich fallen,
tiefer und tiefer,
wie ein Sog
zieht das schwarze Loch dich hinab,
ins Tal der Finsternis;
dort wartest du auf den erlösenden
Quell des Lichts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare 10.8.18 19:48, kommentieren