Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

M A G I E

Magie,
eine geheimnisvolle Macht,
die uns Menschen anlockt,
doch viele Dinge entziehen
sich unserem Verstand:
Jahre verstreichen,
zu Hunderten,
zu Tausenden,
doch in Wirklichkeit
sieht der Mensch
in seinem Leben
nur einige wenige
Sommer und Winter;
wir betrachten Berge,
und nennen sie ewig,
vielleicht scheint es ja auch so,
aber Berge erheben sich,
stürzen auch wieder zusammen,
Flüsse verändern ihren Lauf,
Sterne fallen vom Himmel,
große Städte versinken im Meer,
alles verändert sich;
Magie,
früher eine mächtige Kraft
in der Welt,
heute unbedeutend,
nicht mehr als dünne Rauchschwaden
bleiben übrig,
die wie nach einem Brand
in der Luft hängen,
bald werden auch sie verweht sein,
doch solange es Magie gibt,
ist vieles möglich,
Bäume können sprechen
und Geister wandeln umher,
es ist und bleibt die Faszination,
die von etwas Bestimmtem ausgeht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


3 Kommentare 19.6.18 20:46, kommentieren

Verbotene Liebe

Kennst du die Sehnsucht,
die niemand versteht,
zuerst nur ein Flirt,
dann wurde es mehr,
obwohl du ja weißt,
sie ist nicht mehr frei;
du spielst mit dem Feuer,
dass ist dir bewußt,
verbotene Liebe,
da gibt es kein " Wir ",
nur einer,
der gwinnt,
und einer,
der verliert.

4 Kommentare 15.6.18 19:50, kommentieren

Sommerregen

Zögerlich fallen Tropfen,
Regentropfen,
große, kleine,
dicke, zarte,
erst sachte,
benetzen kaum die Erde,
dann kräftiger,
die Wolkendecke reißt auf,
es gießt in Strömen,
es prasselt auf Bäume und Sträucher,
so, als ginge eine gewaltige
Steinlawine darauf nieder,
der Himmel hat auf einmal
seine Wassertore geöffnet,
er schüttet seine Wasserfluten
über das von Hitze geplagte Land,
wie ein Schwamm
saugt der ausgedörrte Boden
das kühle Naß auf,
das Laub der Bäume,
Häuserdächer,
Straßen,
alles glänzt wie frisch gewaschen:
dann brennt die Sonne wieder
erbarmungslos hernieder.

 

 

5 Kommentare 11.6.18 19:54, kommentieren

So ist das Leben ...

Einst war man klein,
auf einmal groß,
so ist des Lebens
bitteres Los,
Gefühle keimen plötzlich auf,
den Tränen läßt man freien Lauf,
sein Herz nimmt man
auf einmal wichtig,
denkt nicht viel nach,
ob es auch richtig,
doch irgendwann
stellt man dann fest,
wie leicht man sich belügen läßt.

3 Kommentare 23.5.18 20:01, kommentieren

Der Kieselstein

Ich war acht,
er war zehn,
wir liefen am Strand entlang,
planschten im Wasser,
suchten nach Muscheln,
plötzlich hob er etwas auf,
hielt es hoch,
es war ein kleiner,
vom Wasser rund
geschliffener Kieselstein,
ohne ein Wort zu sagen,
schenkte er ihn mir,
beschämt verbarg ich den Stein
in meiner Jackentasche;
jahrelang ließ ich ihn spielerisch
durch meine Finger gleiten,
noch heute habe ich diesen Kieselstein,
von Zeit zu Zeit betrachte ich ihn,
und mit einem Lächeln im Gesicht
denke ich an meine erste
Strand-Bekanntschaft zurück.

6 Kommentare 11.5.18 21:08, kommentieren

Wieso......

Wieso hast du es nie gesagt?
Warum hast du mich nie gefragt?
Wir waren jung und unerfahren,
doch heute,
nach so vielen Jahren,
mit Silberfäden in den Haaren,
sagt dein Mund,
was lange er verschwieg,
ein Eingeständnis
auch nach Jahren,
ein Relikt
dass uns noch blieb.

5 Kommentare 4.5.18 20:27, kommentieren

Was bleibt .....

Graue Wolken hängen
regenschwer über dem Land,
dann fallen sie:
die ersten Regentropfen,
langsam, zitternd,
dann schnell und schneller,
perlen an Ästen, Stengeln,
Baumstämmen hinunter;
man schaut ihnen zu,
sieht ihnen nach.
Wo wollen sie hin?
Was wird von ihnen bleiben?
Sie platschen zu Boden,
versickern tief im Dunkeln
der Erde .
Spurlos verliert sich der Augenblick.
Ob die Pflanzen die Tropfen
in ihrem innersten Kern spüren?

4 Kommentare 2.5.18 19:08, kommentieren

Z e i t


Sie rinnt durch meine Finger,

wie Sand in einer Sanduhr;

sie schmilzt dahin,

wie Schnee im Frühlingshauch;

sie veflüchtigt sich,

wie Tautropfen auf der Haut;

sie verbleicht, verstreicht,

vergeht für immer,

steht nie still,

niemand hält sie auf:

die Z e i t !

 


4 Kommentare 23.4.18 19:30, kommentieren

Mein Fluß

Blau-grün schimmernd
schlängelst du dich
durch`s weite Land,
du großer, starker Fluß,
breit und mächtig
fließt du dahin,
bei Tag und bei Nacht;
ich steh am Ufer,
schau dem Wellenspiel zu,
aus der Ferne trägt der Wind
leise eine Melodie an mein Ohr,
ein Lied,
nur für mich allein,
Erinnerungen an schöne,
längst vergangene Zeiten
werden wach,
ich träume so vor mich hin,
sehe weiße Schiffe an mir vorüberziehen,
wie Wolken,
die im Nirgendwo entschwinden;
du hast
vieles schon gesehen,
vieles erlebt,
manches Geheimnis trägst du mit dir,
so nimm auch meine Träume mit,
denn du bist rastlos
stehst niemals still,
meine Träume sollen dich
bis ans Ziel begleiten;
über mir die Sterne einer Sommernacht,
und das Singen der Wellen
wird bis in alle Ewigkeit
zu hören sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


5 Kommentare 16.4.18 20:01, kommentieren

S T I L L E


All mein Reden
und mein Schweigen,
mein Singen
und mein Schreien,
mein Lachen
und mein Weinen,
ertrinkt im Ozean der Stille.

Ich gehe, renne,
sehe, höre,
ich gebe und
ich nehme,
doch am Ende ist nur Stille.

Soviel ich auch denke,
fühle und sehne,
im Leben stets bereit sein will,
am Schluss herrscht immer nur Stille.

3 Kommentare 10.4.18 18:04, kommentieren

Der tägliche Zauber


Niemand kennt sie,

keiner kann sie je entwirren:

die Geheimnisse der Nacht,

sie sind immer da,

und doch weit weg,

niemand hat sie je entdeckt;

der Zauber der Dunkelheit

legt sich täglich über die Welt.

4 Kommentare 28.3.18 19:05, kommentieren

W a s ........


Was wir denken

oder fühlen,

wer wir sind

und was wir scheinen:

niemand geht es an;

was wir meinen

und gar tun:

niemand interessiert es dann.

2 Kommentare 26.3.18 18:07, kommentieren

Ade....

Meine Gedanken,
sie wandern zu dir,
möchten bei dir sein,
doch der Weg ist weit,
Schwalben flogen über`s Land,
sie grüßen dich von mir;
Raben riefen über das Feld,
es war die Antwort von dir;
jetzt pfeift der Wind über`s Feld,
und alles ist mit Schnee bedeckt,
einst ging meine Liebe über
Feld und Wiesen,
nun sag ich dir ade.

 


3 Kommentare 22.3.18 17:38, kommentieren

Stumme Begleiter

Der Tag,
er neigt sich
zur Schwelle des Abends,
die Nacht,
sie schleicht heran,
unergründlich, geheimnisvoll,
wie die Tiefe des Ozeans,
Sterne,
unendlich fern
und stets dieselben
werden die Nacht
stumm begleiten.

4 Kommentare 7.3.18 18:32, kommentieren

Alter gewinnt


Als Baby und
als Kleinkind,
bist du niedlich,
lieb, adrett,
ein bisschen pummelig
oder gar fett,
doch mit den Jahren
gibt sich das,
du bist dann jung,
frisch, schlank und schön,
bist liebreizend dann anzusehen,
kommst du ins gesetzte Alter dann,
an Hals und Kinn die ersten Fältchen,
silber Strähnen in den Haaren,
sagt man nur noch - "Hey Alte"- dann,
doch ihr Jungen stets bedenkt:
auch ihr werdet mal so werden,
wie wir heute sind,
denn Schönheit vergeht,
aber Alter gewinnt.

4 Kommentare 5.3.18 20:08, kommentieren

Liebe Worte


Liebe Worte
hör` ich gern,
kommen sie
auch nur von fern,
trennen uns auch
hohe Berge,
tiefe Meere,
ein Wort von dir
zur rechten Zeit,
ist Balsam für die Seele;
wie hab` ich es vermißt,
das süße Gemurmel,
das dahin plätschert
wie ein Gebirgsbach,
Worte,
sie verbinden,
spenden Trost und Wärme
in einsamen Nächten,
eine Nähe,
ohne anwesend zu sein.

 


2 Kommentare 28.2.18 19:43, kommentieren

Unschuldiges Weiß

 

Durch die Wolkendecke blinzelnd,
erscheint der Mond wie eine Sichel
aus gehämmertem Silber,
Tropfen fallen,
übertönen das Brechen der
gefrorenen Zweige,
Angst greift mit kalten
Fingern um sich,
aus Regen wird Schnee,
unschuldiges Weiß bedeckt
Baum und Strauch.

3 Kommentare 26.2.18 18:46, kommentieren

Väterchen Frost

Sterne funkeln in der Nacht,
und ganz heimlich
leis und sacht,
Väterchen Frost aus seinem
Schlaf erwacht,
läßt dann seinen
kalten Hauch,
wehen über Baum und Strauch,
und im Nu,
frieren alle Bäche zu,
der See bekommt `ne Haut,
wartet drauf,
das es bald taut,
die kahlen Zweige
an den Bäumen,
sie glitzern wie Kristall,
verbreiten Stille überall.

4 Kommentare 19.2.18 19:38, kommentieren

Was will ich hier ...


Ich wohne in der Stadt,
in einer kleinen,
mich kennt niemand,
ich kenn` keinen,
habe Zeit,
so dann und wann,
was fang ich damit an,
ich schlendre durch die Gassen,
auf den Gehweg-Platten,
diesen nassen,
hüpf in jede Pfütze rein,
obwohl ich weiß,
das ist nicht fein,
es macht so herrlich
pitsch und patsch,
auweia,
ich werd` ganz schön naß,
jetzt ist Schluß mit Spaß;
dann denk ich so bei mir,
was will ich eigentlich hier,
dort drüben an der Ecke,
bei der grünen Hecke,
seh` ich `ne Kneipe,
geh` hinein,
auf ein Glas Bier
oder auch zwei,
vielleicht auch drei,
was ist denn schon dabei,
das Bier ist kühl
die Luft ist frisch,
steh` jetzt auf von meinem Tisch,
geh` hinaus,
geradewegs nach Haus` !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


4 Kommentare 9.2.18 20:04, kommentieren

Warten - geschenkte Zeit

Jeder kennt die Situation:
nur noch schnell am Supermarkt vorbei, um Vergessenes zu kaufen und dann das - Warteschlangen vor den Kassen!
Oder am Bahnhof: pünktlich will man den Gast in Empfang nehmen, dann liest man auf der Anzeigentafel, dass der Zug erhebliche Verspätung hat.
Selbst die Autofahrt nach Hause kann länger als erwartet sein: der Stau war nicht vorhersehbar.
Immer heißt es warten - warten - warten ! Und gerade diese Wartezeit lässt Unbehagen in uns aufkeimen. Ungeduldig treten wir von einem Fuß auf den anderen, laufen nervös auf und ab, oder wir greifen zum Smartphon, und unsere Finger fliegen wie wild darauf umher. Ein Blick ins Internet muß sein, denn man möchte ja nichts versäumen! Die Technik macht`s möglich. Ist eine Ladenzeile in der Nähe, widmen wir uns dem Konsum, um die Wartezeit zu verkürzen. Auf diese Art und Weise haben nicht nur wir ein Schnäppchen gemacht, sondern auch noch den Umsatz des Geschäftes gesteigert. Im Grunde genommen ist Warten wie ein Hohlraum, den es gilt, auszufüllen. Egal, wo mit! Aber wird uns nicht durch das Warten ein wenig Zeit geschenkt? Zeit, die wir sonst in unserem hektischen Alltag nicht zur Verfügung hätten?
Wenn wir einen Blick zurück in unsere Kindheit werfen, dann wirkte das Warten auf Weihnachten, auf die Bescherung oder auf den Morgen unseres Geburtstages wie Magie. Eine Erwartungshaltung verbunden mit Faszination lag in der Luft und füllte diesen Hohlraum aus. Doch unsere heutige Zeit will diese Räume so gering wie möglich halten, in dem uns die Möglichkeit gegeben wird, dieser Warterei entgegenzutreten. Vielleicht wäre es empfehlenswert, diese " geschenkte Zeit " zum Anlass zu nehmen,einmal kurz Innezuhalten, Durchzuatmen, statt uns mit Dingen abzulenken, die wir sonst vielleicht gar nicht getan hätten.

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare 6.2.18 17:26, kommentieren