Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Kalenderblätter


Kalenderblätter

fallen leise, sacht,

man hört sie kaum,

wie Laub von einem Baum,

jeden Tag ein neues,

das aber stet,

so sieht man zu,

wie die Zeit vergeht.


24.11.20 19:58, kommentieren

Nur eine Zigarette lang

Rauchwölkchen,
dicht an dicht
tanzen vor meinem Gesicht,
steigen auf
aus heißer Glut,
ach wie gut
doch eine Zigarette tut,
sie vertreibt mir jeden Schmerz,
wenn ich träum`
von einem liebend Herz.

Im Qualm der Zigarette,
seh` ich dein Bild vor mir,
ich fühle im Geheimen,
du wärst ganz nah bei mir.

Die letzte Asche fällt zu Boden,
die Wirklichkeit ist wieder da,
nur eine Zigarette lang,
war ich dir doch so nah.

 

 

 


2 Kommentare 23.11.20 19:41, kommentieren

Meer der Helligkeit

Im Sommer
uns die Sonne
Strahlen schenkt,
ein Schelm,
der dabei schon an Winter denkt,
doch ehe man sich recht versieht,
der Herbstwind durch die Lande zieht.

Tage werden kürzer, dunkler,
am Himmel früh die Sterne funkeln,
Helligkeit ist eine Kostbarkeit,
Kerzenschein die Dunkelheit vertreibt.

Einzig die Magie der Kerzen,
schafft Besinnlichkeit im Herzen,
bei Einsamen
Freude und Mut entfachen,
gibt Hoffnung
so manch einem Schwachen.

Eine Kerze kann nicht viel bewegen
in der großen weiten Welt,
doch setzen wir
der Nacht etwas entgegen,
der Aufwand kostet wenig Geld.

Zündet jeder an ein kleines Licht,
zaubert`s Freude ins Gesicht,
friedlich und in Bescheidenheit,
wird`s ein Meer der Helligkeit.

 


21.11.20 19:39, kommentieren

Im Park

Die Sonne schwand,
es dunkelt in allen Wegen,
Dämmerung legt sich
wie ein graues Band
auf Parkes - Gegend.

Nun ist es still,
das bunte Treiben
längst vergangen,
die Luft wird kühl,
dich überkommt
ein verlorenes Gefühl,
und mit der Dunkelheit
ein leichtes Bangen.

Verhalte dich leise,
damit du die Schlafenden
nicht weckst,
die Stille des Dunkels
nicht erschreckst,
doch hoch oben
über den Baumwipfeln
ist Licht,
du weißt es,
doch du siehst es nicht.

18.11.20 17:29, kommentieren

Es war einmal

Ein Bächlein
klein und schmal,
wollt` werden
groß und mächtig,
es floß durch
Wiesen und auch Felder,
bis es verschwand im Ackerland:
es war einmal ......

Nebelschwaden ziehen
über Berg und Tal,
Vögeln sammeln sich
und fliehen:
es war einmal.......

Bäume werden
langsam kahl,
noch sind Blätter
leuchtend bunt,
doch die Sonne sinkt
von Stund` zu Stund`:
es war einmal ......


Ich suche meinen Liebsten?
Wo ist er denn nur hin?
Mein Herz ist
voller Sorg` und Qual:
es war einmal.....

17.11.20 19:42, kommentieren

S P U R E N

Ein unbeschriebenes Blatt,
dass sind wir am Anfang unseres Lebens,
rein und makellos,
noch ist uns nicht klar,
dass alles,
was wir fühlen, tun, erleben,
Spuren in unserem Innersten hinterlässt,
unauslöschbar.

Das Herz,
der Motor unseres Seins,
Sitz der Gefühle und der Unschuld,
jeden Tag verändern wir diesen Zustand,
in dem wir neue Eindrücke
und Erfahrungen sammeln,
tagtäglich beschreiben wir
eine neue Seite
im Tagebuch des Lebens.

Erst die Botschaften unseres gelebten Daseins,
lassen uns zu dem werden,
was wir sind oder noch werden;

Fehler werden aufgezeigt,
genauso wie Erfolge und Niederlagen,
auf irgendeiner Seite
sind auch unsere Geheimnisse vermerkt,
die wir nicht preisgeben wollen
oder können.

Das Herz,
der Sammelpunkt
von Anfang bis Ende,
dazwischen liegen
die Spuren unseres Lebens.


2 Kommentare 14.11.20 19:22, kommentieren

Rentner

Überall in Stadt und Land,
ist es allgemein bekannt,
Rentner können niemals ruh`n,
für sie gibt`s immer was zu tun,
was liegen blieb in der Vergangenheit,
endlich ist dafür nun Zeit,
häuft sich die Arbeit auch en masse,
sie geh`n es an mit Freud` und Spaß,
kümmern sich um jede Kleinigkeit,
doch ihnen bringt`s Zufriedenheit,
seh`n es an als ihre Pflicht,
manchmal unter viel Verzicht,
am Ende ihrer Tätigkeit,
erfolgt jedoch die Müdigkeit.

11.11.20 19:14, kommentieren

Lese - Spaß

Regentropfen fallen nieder,
trommeln auf das Blätterdach,
sitz im Sessel,
brav und bieder,
denke über vieles nach.

Blicke dann zur Bücherwand,
nehme mir ein Buch zur Hand,
fange an zu lesen;
bald versinkt um mich die Welt,
als wär` sie niemals da gewesen.

Tauche ab zu fremden Orten,
die Gedankenreise, sie beginnt,
folge jeder Zeile, diesen Worten,
bis die Schrift total verschwimmt.

Bin ein Akteur in dieser Handlung,
Emotionen werden wach,
es gleicht einer Verwandlung:
ich zitt`re, weine, lach`.

Es tut sich auf manch neue Welt,
die nie zuvor ich hab` betreten,
mal ist sie düster,
mal schillernd bunt,
und doch verwoben mit der Gegenwart.

Hier kann ich alles sein:
Gaukler, Narr und König,
alles ist ja nur zum Schein,
Träume sind so schön.

Irgendwann bin ich zurück,
aus der Welt der Fantasie,
schmunzle über soviel Glück,
und Lesespaß soviel wie nie.

 

 

 

 

 

 

 

 

9.11.20 20:20, kommentieren

Veränderungen

Der Sommer geht,
ein rauer Wind bald weht,
schon wirft die Sonne lange Schatten,
vorbei die warmen Tage,
die wir hatten.

Jetzt ist der Herbst der große Held,
legt Nebelschwaden über`s Feld,
Städte, Länder, er jedes Jahr bereist,
bald sind Sträucher und Seen vereist.

Abschied vom Licht der langen Tage,
vom sanften Rauschen
der Blätter im Wind,
noch Bienen sich am Nektar laben,
doch über Nacht die Blumen welken,
so geschwind.

Bunte Blätter noch an Zweigen baumeln,
bald schon müde dann zu Boden taumeln;
wir jetzt noch das Farbspiel sehen,
doch Natur heißt auch:
Erwachen und Vergehen,
alles für den Neubeginn,
so macht Veränderung einen Sinn.

1 Kommentar 6.11.20 18:56, kommentieren

Zuhause

Überall reisen wir hin:
in nahegelegene Dörfer
oder weit entfernte Regionen,
wir begeben uns auf vertraute Wege
oder auf unbekanntes Terrain,
manche unserer Wege sind eine
glückliche Fügung,
andere werden von Pflichtgefühl
oder gar Traurigkeit begleitet;

doch es gibt einen Weg,
den wir genau kennen:
den Weg nach Hause,
unserem Ziel und Ausgangspunkt.

Heimkommen,
ist wie eine Rückkehr zu uns selbst,
zu einem Ort der Vertrautheit,
der uns Sicherheit und Geborgenheit schenkt,
aber auch die persönliche Freiheit
zur Entfaltung bietet,
ein Zufluchtsort der Ruhe;
nicht jedem ist so ein Einblick
in unsere intimen Räume gestattet.

Unser Zuhause,
es wartet auf uns,
zu jeder Tages- und Nachtzeit,
beschützt uns vor der Witterung
und der übrigen Welt da draußen.

Größe, Ausstattung, Kostenpunkt,
haben keine wirkliche Bedeutung,
ein Zuhause kennt keinen Geldwert,
es spiegelt unser eigenes ICH wider,
ist eine Wohlfühl - Oase nur für uns.

Selbstverständlichkeit ist das Maß
aller Dinge:
können wir nicht mehr
an diesen Ort zurückkehren,
befällt uns das Heimweh,
dann stellen wir fest:
wie kostbar und wertvoll
unser Zuhause ist.

1 Kommentar 3.11.20 19:36, kommentieren

Traummann

Sein Bild,
das siehst du
nur verschwommen,
doch eines Tages
wird er zu dir kommen,
schon lange träumst
du nur von ihm,
er ist der Mann,
der dir gefällt,
er ist groß und maskulin,
nicht wie andere in der Welt.

Er soll dich auf Händen tragen,
aufmerksam und zärtlich sein,
jeden Tag was Liebes sagen,
und das jahraus, jahrein.

Fröhlich sein schon beim Erwachen,
im Gesicht stets nur ein Lachen,

hast du die Form denn schon gemacht?

denn so ein Mann,
ganz ohne Macken,
den kann man sich nur selber backen.

 

 

 


2.11.20 20:12, kommentieren

Herbst -Gedanken

Wo ist geblieben all die Blütenpracht,
leiser wird das Vogelsingen,
vergangen ist die Maiennacht,
nichts wird in unserem Herz mehr klingen.

Überall wird`s trübe werden,
und man hat so das Gefühl,
dass jeder Mensch auf Erden,
wird auf einmal müd` und kühl

Die Natur,
sie möchte schlafen,
am Baume noch die
letzten Blätter weh`n,
auch wir Menschen
schwer und träge wanken,
würden gern zur Ruhe gehen.

31.10.20 20:10, kommentieren

Seelenruhe

Warum ärgern?
Kommst du schneller dann ans Ziel?
Änderst du das Weltgeschehen?

Nichts wird passieren.

Du büßt nur deine Seelenruhe ein,
fühlst dich unwohl und unglücklich,
bürdest dir eine emotionale Last auf.

Ärgern beschwert nur dein Leben,
steht deiner Freude nur im Wege,
bist womöglich noch ungerecht.

Seelenruhe könnte dich davor bewahren.

1 Kommentar 29.10.20 19:38, kommentieren

Flüsterne Schatten

Bewegungslos
steht sie vor mir,
diese große graue
Schatten-Gestalt,
starrt mich an
mit leeren Augen,
kaltem Blick,
flüstert mir etwas zu:
ich versteh`es nicht,

niemand außer mir
sieht sie,
ich schließe die Augen,
öffne sie gleich wieder,
das Schleierwesen:
verschwunden!

nur ein Traum?

Geräusche im Hintergrund,
geheimnisvolle Stimmen,
tuscheln, wispern,
dringt an mein Ohr,

ich zweifle,
sind die Stimmen echt?
spielt mir das Unterbewußtsein
einen Streich?

ich begebe mich
auf die Suche,
folge dem Flüstern
in der Dunkelheit,
doch ich finde nur
eine Welt
voller Finsternis
und Schatten.

 

 

 

1 Kommentar 28.10.20 18:49, kommentieren

Studenten - Fete

Plötzlich tauchen sie auf!

Erinnerungen an eine turbulente Zeit :
an den rauchigen Keller
mit lauter Disco Musik,
wo jeder tanzen wollte,
wo Wünsche in den Wolken schwebten,
und Bedürfnisse im Nebel verschwanden.

Weg vom Alltag
der Schriften, Formeln und Zahlen,
den Stundenplan beiseite schieben,
den geregelten und strengen Ablauf
der Gesellschaft vergessen,
nur für ein paar Stunden !

Ungezwungene Ausgelassenheit,
tanzende Pärchen,
Diskutierende an Tischen aus Flaschenkisten,
andere sahen schweigend zu;
irgendwann blieben die Sprechenden,
und die Schweigenden gingen.

Zurück blieben
leere Flaschen,Becher, Schachteln,
stumme Zeugen einer fröhlichen Nacht,
und Wünsche,
die sich im Rauch verflüchtigten.

 

 

 

 

4 Kommentare 27.10.20 10:50, kommentieren

One - Night - Stand

Engumschlungen lagen sie beide da.
Nichts konnte sie aus der Ruhe bringen. Was um sie herum passierte,
hörten und sahen sie nicht; waren nur mit sich beschäftigt.
So verging Stunde um Stunde. Bis der erste Sonnenstrahl sie aus der Lethargie weckte.
Erst dann löste sie sich aus seinen Armen.
Sie sah ihn an......
Der Gute träumte noch den Traum der Liebesnacht weiter.
Dann beugte sie sich über den Schlafenden......
Wie friedlich und zufrieden er da lag.......!
Sollte sie ihn noch mal küssen? Nein, sie mußte ihren Plan zu ende bringen.
Sie durfte keine Zeit verlieren. Musste schnell handeln, bevor ihr Angetrauter aufwachte....

Kurze Zeit später war das Werk vollbracht:
ihr geliebter Ehemann, mit dem sie gerade noch so innig gekuschelt hatte, lag nun, fein säuberlich zu einem Paket verschnürt, vor ihr.
Voller Entsetzen erwachte dieser aus seinem Schlummer, starrte sie wie
gelähmt an........
Hilfesuchend......, flehend.......
Dann biß sie erbarmungslos zu.....
Es war ein kräftiger, herzhafter Biß in den Hals ihres geliebten Gatten....
Sie saugte und saugte und saugte, bis nur noch seine durchsichtige Hülle übrig blieb.

Ich beobachtete das Schauspiel. Helfen? Nein, das konnte und würde ich auch niemals tun können. Denn in diesen Kreisen ist es Tradition, dass ein Spinnenweibchen seinen Gatten nach der Hochzeitsnacht zum Frühstück verspeist.

24.10.20 18:28, kommentieren

Sterbende Sommerliebe

Muss denn unsere Liebe sterben,
weil dein Herz nicht stark genug,
auch wenn sich die Blätter färben,
war der Sommer nur ein Trug?

Reißt auch der Herbststurm vieles nieder,
was der Sommer einst vollbracht,
kommt unsere Liebe niemals wieder,
wo du mich zärtlich angelacht?

Die Zeit verschluckt die trüben Tageswehen,
vorbei sind unsere Liebesschwüre,
alles wird einmal vergehen,
so, als wäre nichts geschehen.

21.10.20 19:38, kommentieren

Des Dichter`s Kunst

Poeten finden schreiben toll,
der Mund mit Worten stets so voll,
es wallen auf viel Emotionen,
vereinen sich in Satzbaukonstruktionen;
lässt man ihnen freien Lauf,
fließen sie auf Papier zuhauf.

Gedanken dann zum Vers gereimt,
was lange schon im Innern keimt,
es ist die Sehnsucht, der Verdruß,
was endlich kommt zu einem Schluß.

Es ist der Einklang aller Wörter,
zu Reimen wohl geformt,
der Dichter stets auf`s Herz dann hört,
und weiß,
was den Leser so betört.

3 Kommentare 13.10.20 19:44, kommentieren

Kinderjahre

Nachts schlaf` ich mit
Teddies und mit Puppen,
lese brav Geschichten
von Karl May,
die Eltern sollen es nicht wissen:
meine Kindheit, die ist längst vorbei.

Im Park,
da treff` ich ihn,
auch er kann nicht schlafen,
und schmilzt vor Sehnsucht so dahin,
wir singen und tanzen die ganze Nacht,
bis morgen früh die Sonn` erwacht.

Um uns herum,
die Welt ist viel zu eng,
wir glauben,
alle sind mit uns zu streng,
wir nehmen uns sehr wichtig,
und finden`s sogar richtig.

Schnell werden wir älter,
die Kinderträume vorbei,
die heiße Liebe ist kälter,
das Leben nicht so einerlei.

Der Weltenspiegel zeigt uns dann:
was aus einem kleinen Mädchen
und einem jungen Burschen
werden kann.

Nun wünscht man sich zurück,
die sorgenlose Kindheit,
mit Puppen und mit Teddies
und Büchern von Karl May.

 

 

 

 

 

 

 

 


12.10.20 19:32, kommentieren

Herbst in Sicht

Meine Schritte führen mich,
in den kleinen Park,
wo die alte Steinbank
wie jeden Tag
schon auf mich wartet,
setze mich und träume
meine schönsten Sommerträume.

Denn der Herbst,
ein Meister seiner Kunst,
färbt schon so manches Blatt,
im oftmals noch so satten Grün.

Leuchtend rot und helles gelb,
manches Blatt zu Boden fällt,
knisternd hör` ich meine Schritte
auf den Wegen widerhallen,
denn die Blätter fallen leise,
flüchtig sich vermehren,
ohne Hast, in aller Ruhe,
decken sie den Boden zu.

 


1 Kommentar 7.10.20 19:32, kommentieren