Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Gute Nacht

Die Sonne ist im Meer versunken,
Sterne sprühen ihre Funken,
der Mond hat seinen Platz gefunden,
Verliebten schenkt er schöne Stunden.

Die Luft ist kühl,
der Schatten flach,
auch der Vögel lust`ges Spiel,
ruht nun unter`m Blätterdach.

Der Tag,
er neigt sich seinem Ende,
auch er will endlich schlafen geh`n,
für heute ruhen alle fleiß`gen Hände,
auch des Erdens Herzschlag
bleibt nun steh`n.

Ach, ihr Müden,
schließt die Augenlider,
das Licht ,
es wird nun ausgemacht,
süße Träume fallen nieder,
ich wünsch euch eine gute Nacht.

2 Kommentare 21.9.20 19:37, kommentieren

Ich bin mehr für dich...

Ich will mehr sein
als dein Freund,
bin für dich Gedicht geworden,
aus deinem Munde
soll es neu erklingen,
möcht` für immer
in deinem Herzen singen.

Beim Lesen meiner ersten Zeilen,
kannst du`s gar nicht mehr vermeiden,
länger noch in meiner Nähe zu verweilen,
denn als Gedicht bin ich jetzt dein.

Jedes Wort in meinen Strophen,
berührst du mit deinen Lippen,
so zärtlich und so warm,
still kann ich nur hoffen,
du entdeckst den verdeckten Charme.

1 Kommentar 18.9.20 19:26, kommentieren

Meine Brücke

Du bist gegangen,
eine Ära ist vergangen,
nur in meinem Sinn entstand,
eine kleine Brücke,
über diese liefen dann,
Küsse, Tränen, stundenlang.

Tief in meinem Herz verborgen,
sichtbar nur für mich allein,
führt sie über`s Meer aus Tränen
und dem Tal der vielen Sorgen.

Meine Brücke,
aus Sehnsucht, Leidenschaft
und viel Gefühl,
kostet manchmal sehr viel Kraft,
obwohl man weiß,
niemals erreicht sie ihre Ziele.

Farbig, wie ein Regenbogen,
war meine Brücke jeden Tag,
begleitet von der Liebe zart;
doch irgendwann,
ganz unverhofft,
graue Wolken kamen gezogen.

Meine Gedanken wurden zerstört,
meine Liebe kam ins Wanken,
alles versank im Tränenmeer,
trotzdem liebe ich
meinen Schatz noch sehr.

 

 

 

 


1 Kommentar 15.9.20 19:15, kommentieren

Herbstsymphonie

Vögel zwitschern in den Bäumen,
die Sonne wärmt noch ihr Gefieder,
bald schon ziehen sie `gen Süden,
weil der Herbst reckt seine Glieder.

Malt in bunten Farben
Blätter an in rot und gelb,
mit den ersten kalten Winden,
werden sie dann oftmals welk.

Im Winde dann die Blätter treiben,
müde sich die Äste neigen,
die Natur die Farbe verliert,
weil die Zeit die Fäden zieht.

1 Kommentar 12.9.20 19:37, kommentieren

Das Notenblatt

In einem Baume,
in des Wipfel`s Spitze,
sah ich neulich etwas blitzen,
auch war mir so,
als hört` ich Töne
einer schönen Melodie,
doch leider war`s nur ein Stück Papier.

Es flatterte lustig hin und her,
als würde es im Takte schwingen,
doch der Wind,
er spielte nur mit ihm,
sanft wehte es zu Boden;
da merkte ich,
es ist vom letzten Guss
noch Regenschwer.

Beim Anblick dessen
war ich platt,
es war ein kleines Notenblatt,
mit vielen Noten,
mal in Dur
und mal in Moll,
für ein Instrument,
das es mal spielen soll.

Traurig schön die Melodie,
ein Teil aus einer Symphonie,
des Texter`s Hand wird`s schon vermissen,
glaubt, er hätte es zerrissen,
oder gar verloren,
nun wird es wieder neu geboren.

 

 

 

 


1 Kommentar 10.9.20 19:46, kommentieren

Der Garten - mein Paradies

Er ist nicht groß
und auch nicht klein,
doch ist er mein,
mein ganz allein.

Hier kann ich pflanzen,
graben, säen,
hin und wieder
auch den Rasen mähen,
schaue zu,
wie alles wächst, gedeiht.

Im Herbst ist es dann soweit,
es beginnt die Erntezeit,
Müh` und Plag`,
die sind vergessen,
jeder denkt nur noch ans Essen,
vorbei die lange Wartezeit.

Wer gärtnert
lebt mit der Natur,
Erde ist das Leben pur,
Ameisen tummeln sich zuhauf,
denn sie lockern meinen Boden auf,
pflanzt du einen Baum,
gibst du Vögeln einen Raum.

Manchmal wachsen Blumen,
die hier haben nichts zu suchen,
und auch manche Pflanze fein,
ging im Jahreslauf schon ein.

Arbeit und Eifer stecken darin,
später ist es ein Gewinn,
Rückschläge und Niederlagen,
als Gärtner muß man viel ertragen.

Irgendwann hat sich`s gelohnt,
für unser Tun werd`n wir belohnt,
sind die Lektionen auch verdrießlich,
meinen Garten find` ich paradiesich.

 

 

 

 

 

 


2 Kommentare 7.9.20 19:44, kommentieren

Stille - meine Musik

Stille, die den Raum erfüllt,
mich in tiefes Schweigen hüllt,
nach der Hektik in der Welt,
endlich Ruhe sich einstellt.

Stille, die Musik für meine Ohren,
hab` den Text mir auserkoren,
dieser Klang so zart und fein,
keine Geige spielt so rein.

Dieses Nichtsein von Geräuschen,
soll mich heute auch nicht täuschen,
nichts kann meine Sinne stören,
noch Störfaktoren mich betören.

Kein Geklimper und kein Klirren,
nichts mich heute soll verwirren,
auch kein Metrum mich bedrängen,
Notenwerte nicht in Rhythmen zwängen.

S t i l l e, rein und klar,
für meine Ohren wunderbar,
sie gibt mir Ruhe und auch Frieden,
diese Art " Musik" ist mir nicht oft beschieden.

 

 

 


2 Kommentare 3.9.20 19:27, kommentieren

Trügerische Zeiten

Sommerhitze uns gequält,
sparsam nur der Regen fiel,
Sommertage bald gezählt,
das Ende ist das Ziel.

Doch manchmal wendet sich das Blatt,
Frau Sonne noch einmal erwacht,
lässt Strahlen auf die Erde senden,
spenden Wärme ohne zu enden.

Bienen, Hummeln und auch Falter,
umschwirren noch das Blumenmeer,
im warmen Sommerwind
sie tanzen hin und her;
an Sommers Abschied jetzt zu denken,
fällt jedem wirklich schwer.

Letztes Obst hängt noch am Baum,
reif schon zum Verkosten,
doch über Nacht,
man glaubt es kaum,
schwindet dahin der Sommertraum....,
Herbst beansprucht jetzt seinen Raum.

 

 

 


31.8.20 19:45, kommentieren

Urteil - ausgeschlossen

Er pfeift und braust
durch Fluchten und durch Gassen,

lässt Bäume biegen,
statt sie zu wiegen,

knickt Masten und Laternen um,
bringt manchmal sogar Leute um,

kippt um die Tonne,
mit großer Wonne,

holt Wäsche von der Leine,
und meint, es wäre seine,

Gegenstände, die zerschmettern,
obwohl die Leute meckern,

da hilft kein Jammern, kein Geschwätz,
für ihn, da gilt nie ein Gesetz,

Gerichte, machtlos und auch blind,
kein Urteilsspruch im Falle von " Herrn Wind" .

2 Kommentare 26.8.20 19:47, kommentieren

Das Meer ruft...

Er kennt alle sieben Weltmeere,
in jedem Hafen Mädchen,
die ihm zuwinken,
doch an Land wohnt seine Liebste,
in manch sternenklarer Nacht,
hat sie ihn glücklich gemacht,
nun trägt sie seinen Ring
mit dem blutroten Stein;
segelt sein Schiff in den Heimathafen,
wartet sie am Kai.

Viel zu lange war er fort auf rauer See,
doch diesmal soll sein Landgang
für immer sein,
das hat er ihr versprochen.

Herbst und Winter ziehen über`s Land,
nun trägt der Frühling eine frische
Meeresbrise herüber,
obwohl er sein Mädchen liebt,
kreisen seine Gedanken um die See,
seine Sehnsucht nach Meer und Wind
wächst von Tag zu Tag.

Nachts hört er schon das Meer rauschen,
das Plätschern der Wellen,
das Kreischen der Möwen,
wieder das Kreuz des Südens sehen,
in seinen Träumen ruft alles nach ihm,
bei jedem Atemzug riecht er die herbe Seeluft.

In der Ecke,
sein Seesack......,
noch gepackt.....,
die Entscheidung fällt schwer......,
doch sein Entschluß steht fest......,
dann kommt der Abschied über Nacht....

 

 

 

 

 

 

21.8.20 18:19, kommentieren

Abendgewitter

Rötlich schön
versinkt die Sonne am Horizont,
Abendstunden werden eingeläutet.

Efeuranken,
wirr und zerzaust vom Wind,
schwanken vor dem Fenster,
flimmern im untergehenden
Sonnenlicht.

Angstgespenster
lauern schon im Haus.

Wind stößt klirrend
an die Fensterscheiben,
Staub tanzt in den Gassen,
hinter dunkler Wolkenwand
dröhnendes Grollen,
Blitze erhellen in schneller Folge
das Firmament,

der Wasserspiegel
im Teich zerspringt,
aufgeschreckte Enten
ergreifen schnatternd
und kreischend die Flucht.

Immer näher
rollt der Feuerreiter
aus der Ferne heran,
zerschellt
am einzelnen Baum
zu Flammen,

ein letztes Aufblitzen......

und hinter dem Dunkel
folgt klares Blau,
die Welt erwacht vom Spuk;

Vögel putzen ihr Gefieder
und Regen prasselt
auf die Dächer nieder.

 

 

 

 

 

 

 


19.8.20 19:34, kommentieren

Die Geige

Sein Glück.
das suchte er woanders,
er trennte sich von Hab und Gut,
zog in die Welt mit frohem Mut,
doch was er nahm mit in die Weite,
war einzig und allein
die kleine Geige.

Als Kind hat sie ihn schon verzaubert,
als Jüngling dann mit blondgelocktem Haar,
hat sie ihn froh gestimmt;
nun ist sein Herz voll Schmerz
so sonderbar.

Sie erzählt ihm nun von lauen Maiennächten,
vom süßen Fliederduft,
von Liebe, Lust und manch Gemunkel,
vom Wein, der in den Gläsern funkelt.

Oft die Geige fröhlich sang,
so wehmutsvoll sie heute klang,
die Hand,
die einst sie zärtlich hat gestreichelt,
ist heute müde und erschlafft.

Gemeinsam teilten sie das Glück
und auch das Leid,
die Geige sang so schön,
hat manchmal auch geweint,
heut` ist der Geiger alt und denkt:
warum bin ich nur so allein!

Das Leben zog an ihm vorbei,
und niemand da,der um ihn weint,
was ihm geblieben
ist die Geige:
nun singt sie ganz für ihn allein.

 

 

 

 

 


17.8.20 17:48, kommentieren

Urlaub vom Alltag

Urlaub vom Alltag,
mach ich ab und zu,
geh` in den Wald,
da finde ich Ruh`.

Das Wetter, die reinste Wonne,
kein Regen, nur Sonne,
ich werd` es genießen,
nichts kann mich verdrießen.

Wandere über Stock und Stein,
lass die Sorgen, Sorgen sein,
was brauch` ich Reichtum
oder Pracht,
wenn mir die Sonne lacht.

Bricht die Dämmerung herein,
geh` zufrieden ich dann heim,
morgen ist der Alltag wieder grau,
doch ich komm` wieder,
das weiß ich ganz genau.

15.8.20 18:51, kommentieren

Älter werden

Morgens stehst du vor dem Spiegel,
hin und her den Kopf du neigst,
seufzend du bemerkst,
dass dein Haar schon Silber zeigt.

Auch beim Lesen streiken deine Augen,
kauen fällt dir auch schon schwer,
doch du willst es noch nicht glauben,
jung bist du schon lang nicht mehr.

Hat deine Stirn auch ein paar Runzeln,
nimm es leicht, fang an zu schmunzeln,
siehst du im Haar den Silberstich,
dann denke dir:
das ist halt nur rein äußerlich.

Manch einer ist noch jung an Jahren,
zeigt sich in allem schon erfahren,
doch innerlich er schwunglos, ranzig,
dabei zählt er an Lenzen
doch erst zwanzig.

Natürlich bist du längst erwachsen,
und wachsen tust du auch nicht mehr,
hast noch Humor und machst noch Faxen,
dann lieben dich die Leute sehr.

Solang` die Liebe brennt im Herzen,
und Augen leuchten voll Begeisterung,
solang vergißt man alle Schmerzen,
fühlt sich beschwingt und jung.

 

 

 

 

12.8.20 17:45, kommentieren

Wunsch nach Frieden

Riechst du die Meeresbrise?
Siehst du die wogende See?
Schiffe tänzeln auf den Wellen.

Siehst du die goldenen Ähren
auf den Feldern,
wie sie im Sonnenlicht leuchten?

Siehst du die hohen Berge,
mit ihren schneeweißen Kuppen,
die rauschenden Wälder?

Hörst du das Rufen der Mutter
nach ihrem Kind,
das Lied der Amsel,
wie sie hoch oben im Baume singt?

Doch in weiter Ferne
toben Kriege,
hörst du die Kanonen donnern?

Menschen können grausam sein,
werden alles zerstören,
und du
wirst vielleicht bald nichts mehr
hören oder sehen.

5.8.20 16:55, kommentieren

Am Bahnsteig

Ich stehe am Bahnsteig,
sehe Züge ankommen,
abfahren,
Menschen die hasten
und eilen ,
mit und ohne Gepäck,
Familien mit
quängelnden Kindern,
Paare,
die nicht loslassen können;

dann öffnen sich die Zugtüren,
Menschenmassen drängeln
sich hinaus,
streben dem Bahnhofsausgang zu,
manch einer bleibt stehen,
fragend, suchend;
andere zwängen sich hinein;

Freudentränen fließen,
Tränen des Abschieds
werden vergossen;

es ertönt das Signal
zur Weiterfahrt,
langsam rollt der Zug
aus dem Bahnhof,
wird schneller,
verschwindet als Punkt
am Horizont;

ich aber warte
auf meinen Zug,
der mich endlich
nach Hause bringt.

 

 

 


1 Kommentar 31.7.20 18:52, kommentieren

Wildes Mädchen

Liege am Strand
im weißen Sand,
wie ein Schiffbrüchiger;
weiße Wölkchen am Horizont,
Möwen ziehen ihre Kreise,

ich träume von dir,
sehe dich im Rhythmus
der Wellen tanzen,
dein blondes Haar
wild im Winde wehen,

du bist so stürmisch wie die See,
unberechenbar wie das Wetter,
manchmal sanft
wie ein Sommertag,
dann wieder frostig
wie ein Tag im Januar,

du schmiegst dich an mich
wie ein Kätzchen,
du sagst " Ja ",
dann wieder " Nein ",

was auch immer
du tust oder willst,
ich füge mich deiner Gewalt:
weil ich dich liebe,
mein blondes , wildes Mädchen.

 

 

 

 

 


29.7.20 17:29, kommentieren

Morgen - Erwachen

Sonnenschein,
dringt in mein Zimmer,
vorüber ist die Nacht,
ein neuer Tag erwacht,
auf dem Gras glänzt
Morgentau,
Vögel fliegen auf zum
Himmelsblau,
Mensch und Tier sind
nun erwacht,
von der langen
dunklen Nacht,
Vogelstimmen,
hell und klar erklingen,
woll`n ein Ständchen
ihrem Schöpfer bringen.


1 Kommentar 25.7.20 19:35, kommentieren

Urlaub in Sicht

Die Koffer stehen schon bereit,
morgen ist es nun so weit,
Kopfschmerzen sind wie weggewischt,
endlich Urlaub ist in Sicht.

Wenn der Chef auch schmollt und knurrt,
für mich heißt`s Endspurt und dann Ende,
dann geht`s hinaus in die Natur,
drei Wochen Entspannung - pur !

Termine können warten,
Besprechung fällt heut` aus,
über all die wicht`gen Sachen,
kann ich heute nur noch lachen.

Das Telefon hat Sendepause,
die Akten liegen still,
ich mach jetzt Schluß
und geh` nach Hause,
weil ich es jetzt so will.

Bald erfernt am Horizont,
winken schon die letzten Tage,
Arbeitsrhythmus wie gewohnt,
vorbei die schöne Zeit
mit einem Schlage.

1 Kommentar 20.7.20 19:35, kommentieren

Gesellige Runden

Lang, lang , ist`s her,
wo wir saßen oft in froher Runde,
so verging dann manche Stunde,
und jeder dachte schon an Wiederkehr.

Zu jedem Feste fand man sich ein,
trank Bier und Sekt und kühlen Wein,
denn niemand sollte ganz alleine sein,
niemals wurde es uns langweilig,
solche Feste war`n uns heilig.

Die Zeit, sie eilte mit den Jahren,
heut` hat man Silber in den Haaren,
Feste feiert man allein,
das Schicksal sagt:
dass muss so sein!

Mit Wehmut denke ich zurück,
an Frohsinn, Heiterkeit und Glück,
alles schwebt in weiten Fernen,
ein Wiedersehen steht in den Sternen.

So rast das Leben schnell dahin,
Klänge der Vergangenheit
haften noch in meinem Sinn;
jeder Abschnitt kommt nie wieder,
doch in der Erinnerung
hör` ich noch die alten Lieder.

17.7.20 19:32, kommentieren