Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Noch einmal zwanzig sein....

An manchen Tagen
fühl` ich mich wie zwanzig:
möcht` mit alten Freunden
um die Häuser zieh`n,
so wie früher;
in alten Jeans
und Schlabberjacke,
möcht` tanzen geh`n
in Discos,
bis der Morgen graut,
das Leben
unbeschwert genießen,
die Uhr
für eine Nacht
auf damals dreh`n.

Bei dem Gedanken
fühl ich mich gut
wie nie zuvor,
möcht` dann
die ganze Welt
umarmen;

könnt ` nicht jeder Tag so sein?

Doch im Schein der Kerze
frag ich mich:
seh` ich noch immer aus wie
zwanzig??

Nur mein Herz allein
weiß,
wie alt ich bin,
doch ich werde nie
ganz erwachsen sein!

 

 

 

 

 

23.1.20 19:57, kommentieren

Träumereien

Verliert sich die Zeit

in der Ewigkeit,

dann lass uns

den Augenblick nutzen,

der Erde zu entfliehen,

dorthin,

wo Träume

Wahrheit werden.

2 Kommentare 20.1.20 17:30, kommentieren

Das Leben geht weiter.......


Die Tür fällt ins Schloss,
du bist gegangen,

benutzte Gläser auf dem Tisch,
aus dem Radio erklingt
eine romantische Melodie,
nebenan übt jemand Geige,

ein Herz zerbricht,
eine Welt stürzt ein,

doch das Leben
geht einfach weiter.

2 Kommentare 15.1.20 18:58, kommentieren

Zeit für Gedanken

Ich spaziere durch den frühen Morgen,
Stille überall;

in der Nacht hat es geregnet,
Dunst aus winzigen Wassertröpfchen
über den Feldern,
hin und wieder
fällt ein Regentropfen
von einem Baum;

ich atme die frische Luft,
übersehe manche Pfütze,
erreiche mein Stamm-Cafe,
Kaffeeduft zieht mich magisch an,
trinke einen Espresso,
nasche Kekse,
aus dem Radio erklingt leise Musik;

sitze da,
beobachte,
sauge neue Ideen ein;

als Dichter
liebe ich diese Zeit;

irgendwann ist es dann soweit,
diese Eindrücke auf Papier zu bannen.

 

 

 

 


13.1.20 14:54, kommentieren

S C H U L D

Viele Stunden
haben wir gemeinsam verbracht:
ich hab dich poliert,
auf Hochglanz gebracht;
ich mochte dein Knattern,
dein Dröhnen,
es war die Sehnsucht
nach Ferne und Freiheit.
Wir waren unzertrennlich!

Erinnerst du dich,
als wir mit Oma auf dem Rücksitz
zum Kaffeetrinken ins nächste
Dorf fuhren,
an die Spritztour an die See,
oder voll bepackt zum Zelten
in die Berge?
Niemand konnte uns aufhalten!

Erinnerst du dich,
als plötzlich der Tank leer war:
ich schob dich kilometerweit
zur nächsten Tankstelle,
unter dem Gespött der Leute!
Aber uns hat es nichts ausgemacht!

Nicht einmal die Warnungen
von Freunden;
jetzt ist es passiert,
sie haben es geahnt:
heute stehen sie schweigend am Grab....

Schuld:
die nasse Strasse, die Kurve, der Alkohol
I C H !

 

 

 

 


 

 

 

 


1 Kommentar 9.1.20 19:15, kommentieren

Liebe kennt viele Tränen

Ich war noch ein Kind,
im Leben unerfahren,
doch mir gehörte die Welt;
Geheimnisse erzählte ich dem Wind,
auch von dem Jungen,
der nur in den Ferien blieb,
und dann nie wieder schrieb.

Was hab` ich geweint,
für mich insgeheim,
hab` nur an ihn gedacht,
bei Tag und bei Nacht.

Doch was nützen die Tränen,
so dachte ich mir,
wer weint,
der wird nie erwachsen,
und hab` mich geschämt.

Verlieren fällt nun mal schwer,
ein Leben ohne Hoffnung
ist trostlos und leer,
drum gib deine Träume
niemals her,
so sprach Mutter oft daher.

Ich zog dann fort aus dieser Stadt,
was hat Mutter da wohl gedacht;
ich war bislang ihr kleines Kind,
nun stand sie dort,
allein,
hat gelächelt und gewinkt,
ich sah keine Tränen,
doch ich wußte ,
sie weint.

Sie gab mir viel Liebe,
ertrug manchen Schmerz,
sie schenkte mir Wärme,
brach ich auch manchmal ihr Herz,
doch ein Lächeln von mir
genügte ihr schon,
sie sagte dann nur:

Liebe hat viele Tränen,
wer verlieren kann,
der gewinnt,
wer Liebe schenkt
und fühlen kann
wie ein Kind,
der findet den Weg
durch´s Lebenslabyrinth.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


3 Kommentare 3.1.20 20:07, kommentieren

Kalender

Dreihundertfünfundsechzig Tage,
manchmal auch ein Tag mehr,
für jeden Tag ein Blatt,
der Kalender dick und schwer.

Jeder Tag hat eine Nummer,
die vergeht,
man nennt es Zeit,
für den einen ist`s ein Kummer,
für den anderen Glückseligkeit.

Diese Riesenzahl
gibt`s Jahr für Jahr,
der Mensch erlebt sie viele Mal;

nachts schöpft er Ruhe
und auch Kraft,
doch am Ende fragt er sich:
was hast du eigentlich geschafft?

Das Jahreslied im gleichen Klang,
die Noten sind bereits geschrieben,
Körper, Geist und Seele spielen
stets die gleiche Melodie,
niemand sie je ändern kann.

 

 

 


2 Kommentare 2.1.20 18:44, kommentieren

Schneemann

Ein Schneemann
an der Gartenpforte,
stand ganz allein
an diesem Orte,
er schaut sich um
ganz ohne Worte.

Auch gegenüber
stand ganz stumm,
ein Schneemann
so allein herum,
der erste lud ihn
zu sich ein,
nun steh`n sie hier
zu zweien.

Sie lachten und sie scherzten,
sie kuschelten und herzten,
doch lagen sie sich dann im Arm,
wurde ihnen plötzlich warm,
drum ließen sie es lieber sein,
und liebten sich nur so zum Schein.

Bald zog der Frühling in das Land,
sie spürten,
ihre Liebe schwand,
fest hielten sie sich bei der Hand,
und merkten,
sie sind zu nichts mehr nütze,
kurz darauf,
man sah nur noch
`ne große Pfütze.

 

 

 

3 Kommentare 27.12.19 18:03, kommentieren

Allen, die in den vergangenen 12 Monaten meine Gedichte und Geschichten gelesen und teilweise kommentiert haben, wünsche ich ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! Mögen all Eure beruflichen und privaten Vorhaben gelingen!
pally

3 Kommentare 22.12.19 12:32, kommentieren

Dunstschwaden

Die Nacht
füllt Gassen
und Straßen
mit Nebel,

morgens kommt
der Wind,
die zähen
Dunstschwaden
werden verjagt,

sie verstecken sich
in den Wäldern,
um abends
zurückzukriechen
und die Stadt
abermals einzuhüllen.

1 Kommentar 5.12.19 19:12, kommentieren

Fünf Adventskränze - sind vier zuviel!

Vater ist ein strenger und sparsamer Mensch.
Deshalb verfügt er auch in diesem Jahr, dass es keinen Adventskranz gibt . Der bald darauffolgende Weihnachtsbaum muss reichen. Außerdem fehlt auch der Platz auf dem Tisch. Denn wo sonst, als dort, soll er seine schriftlichen Arbeiten erledigen. Von der zusätzlichen Brandgefahr ganz zu schweigen, und ein Staubfänger ist er obendrein.
Meine Geschwister und ich, sowie Mutter, die zwar meistens zustimmt, was ihr Mann sagt, melden diesmal heftigen Protest an.
Vorschläge zur Plazierung des Kranzes werden in den Raum geworfen.
Trotz Erinnerungen und Ritual; Vater läßt sich nicht erweichen. Er bleibt bei seinem " Nein".
Der Adventssonntag naht.
Am Samstag davor, kommt es so, wie es kommen muß.
Wir Kinder haben heimlich, und zwar jeder für sich und je nach Taschengeld-Budget einen mehr oder weniger großen Adventskranz gekauft. Dass Mutter nun auch noch ein Monstrum von Kranz ins Zimmer schleppt, hatten wir nicht erwartet.
Verdutzt blicken wir einander an. Ein Schmunzeln können wir uns nicht verkneifen. Denn jeder von uns hält einen eigenen Adventskranz in den Händen.
Und Vater? Prasselt nun das große Donnerwetter über uns herein?
Mit den Worten, er wolle ja kein Spielverderber sein, holt er einen kleinen Kranz hinter seinem Rücken hervor. Wie alle anderen Familienmitglieder hat auch er heimlich einen aus der Stadt mitgebracht. Eigentlich nur so zum Abgewöhnen, wie er beiläufig verlauten läßt.
Beim Anblick so vieler Adventskränze kann niemand mehr ernst bleiben.
Aber nun stellt sich die Frage: wohin mit all den Kränzen?
Zurückbringen können wir sie nicht, aber alle behalten - auch nicht!
Utensilien zum Schmücken sind zwar reichlich vorhanden, aber brauchen wir so viele Kränze?
Plötzlich sind dann aber alle dabei, ihren Adventskranz nach eigenen Vorstellungen zu dekorieren. Schon nach kurzer Zeit sind wir im Besitz von fünf festlich bunt geschmückten Adventskränzen.
Aber nur einen können wir behalten. Was also tun mit den übrigen vier?
Jeder von uns offeriert seine Vorschläge. Viele Varianten sind vertreten. Aber niemand kann sich so richtig für eine Lösung entscheiden.
Da wirft Mutter die Redensart
- wer viel hat, der gebe dem anderen was ab -
in die Runde. Kurzes Überlegen, dann sind sich alle einig: wir verschenken die Kränze an diejenigen, die keinen haben oder sich keinen leisten können. Dieser Vorschlag stößt auf Begeisterung. Fragen wir doch gleich mal im Haus nach, schlägt das Nesthäkchen unter uns vor.
Die alte Frau Schulz in der Dachwohnung über uns. Sie hat sicher nicht viel Geld, um sich einen Kranz leisten zu können.
Auch unsere unmittelbaren Nachbarn, die Krügers, sind erst vor kurzem hier eingezogen und haben deswegen eine Menge Ausgaben. Ein Kranz würde sie sicher erfreuen.
Dann sind da noch Herr und Frau Baumann von gegenüber. Erst kürzlich ist Herr Baumann in Rente gegangen. Wie wir aus einem Gespräch mit ihm erfahren haben, fällt seine Rente nicht gerade üppig aus. Da liegen Sonderausgaben nicht drin. Mit unserem Kranz bereiten wir den beiden bestimmt eine Freude.
Im Erdgeschoß wohnt eine junge, alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern. Sicherlich ist auch bei ihr die Haushaltskasse nicht prall gefüllt. Da ist eine vorweihnachtliche Aufmerksamkeit sicher willkommen.
Gesagt, getan. Wir gehen also mit unseren Adventskränzen hausieren. Die anfänglichen Bedenken, man könnte es als Almosen auffassen, verfliegen im Nu. Es wird ein Nachmittag, der noch Stunden danach im Gedächtnis haften bleibt.
Frau Schulz ist so gerührt, dass ihr ein paar Tränen über die Wangen rollen. Es gibt in unserer Zeit doch noch gute Menschen mit viel Nächstenliebe, meint sie.
Familie Krüger lädt uns am Sonntag zum Kaffee ein, und das Rentner-Ehepaar drückt uns eine Dose mit selbst gebackenen Keksen in die Hände.
Selbst die beiden kleinen Kinder aus dem Erdgeschoss bedenken uns mit etwas, was sie im Kindergarten gebastelt haben.
Vor Verlegenheit steckt uns allen ein Kloß in der Kehle. Der Rest des Nachmittages vergeht mit Schweigen. Erst beim Abendessen löst sich der Bann.
Wir freuen uns, dass wir mit unserer ungewollten Anhäufung von Adventskränzen anderen Menschen ein Freude bereiten konnten, und beschließen, im nächsten Jahr wieder fünf Adventskränze zu kaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare 2.12.19 18:13, kommentieren

A C H T

Gib gut auf dich Acht,
wähle alles mit Bed acht,
es kommt schon bald
ganz leis` und s acht,
die finstere N acht,
nur ein Engel
dich bew acht,
bis zum Morgen
um halb acht,
wenn die Sonne
wieder l acht.

5 Kommentare 25.11.19 15:51, kommentieren

Regen, Regen, Regen....

Dunkle Wolkenfelder
brachten Regen schon
seit Tagen,
legten aus ihr nasses Tuch
über Stadt und über Land,
und es schien
fast wie ein Fluch,
der kein Ende fand.

Doch plötzlich
dann im kargen Tageslicht,
der Wind fängt leise
an zu raunen,
am Horizont
ein Lichtblick
ist in Sicht:
man glaubt es kaum
und beginnt zu staunen.

18.11.19 19:19, kommentieren

H e r b s t

Herbst!
Die Tage werden kürzer,
immer öfter hält sich
die Sonne versteckt,
nur hin und wieder
blickt sie verstohlen
durch die Wolkendecke,
Bäume werfen dann
lange Schatten;
bald halten
Regen, Wind und Kälte
Einkehr.

Um so gemütlicher
wird`s dann im Haus:
im Kamin knistern
die Holzscheite,
wohlige Wärme
breitet sich aus;
die Zeit des flackernden
Kerzenlichts bricht an,
dazu eine Tasse
mit dampfendem Tee,
vielleicht noch
ein interessantes Buch.

Gehüllt in eine Kuscheldecke
lässt man den Tag ausklingen,
einfach mal die Alltagshektik
draußen lassen.

 

 

 

 

1 Kommentar 12.11.19 18:42, kommentieren

Nebelgeister


Verabschiedet sich der Sommer,
bittet der Herbst um Einlass,
dann sind auch sie wieder da:
die Nebelgeister!

Lautlos schleichen sie sich an,
diese zarten Gesellen
in schmutzigem Weiß,
dicht gedrängt
wandern sie über`s Land,
legen sich wie
einen Schleierteppich
über die weite Ebene,
bis sie am Horizont
zu einer endlos
grauen Masse verschmelzen.

6.11.19 19:39, kommentieren

Einsamer Baum

Aufrecht und stolz,
so stehst du da,
allein auf weiter Flur,
manchem Sturm,
manchem Gewitter,
hast du unbeschadet
widerstanden.

Jedes Jahr auf`s neue
entfaltest du deine
Blätterkrone,
erst saftig grün,
dann rot und golden,
bis du im Winter
nur noch deine
kahlen, dunklen
Äste und Zweige zeigst.
In dieser Zeit
sammelst du Energie
für den Frühling.

Insekten und Vögeln
bietest du im Sommer
eine Unterkunft;

demjenigen,
der sich unter deine
ausladenden Zweige
verirrt,
spendest du kühlen
Schatten.

 

 

 

2.11.19 20:05, kommentieren

Regen befreit


Kurz und kräftig
prasselt er hernieder:
ein Regenguss.

Spüre die einzelnen
Regentropfen auf
meinem Gesicht.

Sie rinnen an meinen
Wangen hinunter,
weich und prickelnd
zugleich.

Ich wische sie fort,
und mir ist,
als wäre ein Teil
meiner Alltagslast
mit fortgespült worden.

Auf einmal fühle
ich mich
erleichtert,
befreit,
bereit,
für einen neuen Anfang.

 

 

 

 


30.10.19 17:21, kommentieren

Ein einziges Wort...

Ich laufe durch
menschenleere Strassen,
jeder Schritt von mir,
schwer wie Blei,
er führt mich immer
weiter fort von dir.

Denke an dich,
sehe dein Gesicht vor mir,
spüre deinen
zärtlichen Händedruck,

gestern noch so vertraut,
verträumt,
verliebt,
über Nacht
alles verändert.
Was ist mit uns geschehen?

Worte,
unbedacht gesagt,
ein Wort gab das andere,
musste das sein?

Du hast deine
Sachen gepackt,
bist einfach gegangen,
wortlos,
ohne ein Adieu,
ein Lebewohl,
ich blieb zurück,
stand da,
wie angewurzelt,
sprachlos,
hab` nichts getan,
nur zugeschaut,
konnte dich nicht aufhalten.

Tage, Wochen,
ziehen sinnlos
an mir vorüber,
kein Zeichen von dir,
als wärst du nie hier gewesen.
Waren denn all
die gemeinsamen Jahre
mit dir
nur ein Spiel,
ein schöner Traum,
oder hab` ich das alles
nur irgendwo gelesen?

Ein Wort hätte genügt,
ein einziges,
von dir,
von mir,
doch niemand tat
den ersten Schritt.

Jetzt ist es zu spät:
was bleibt,
ist Enttäuschung
und Einsamkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar 26.10.19 19:42, kommentieren

Traurigkeit


Traurigkeit
wohnt tief in mir,
sie schlummert
vor sich hin;
doch plötzlich,
unerwartet
ist sie da.

Quälende Gedanken
machen sich breit,
als Folge eines Scheiterns,
eine Reaktion,
auf ein unerwünschtes
Ereignis.

Ich kann mich nicht
vor ihnen schützen,
ich muss sie annehmen,
sie sind ein Teil von mir,
die sich nur versteckt halten.

Ich möchte sie einsperren,
verjagen,
verdrängen,
aber sie lassen sich
nicht einzwängen.

Traurigkeit versetzt mich
in eine Art Winterschlaf,
ich habe Zeit
zum Nachdenken,
konzentriere mich auf sie,
schaue ihr ins Gesicht.

Traurigkeit als Alarmsignal,
ich nehme es als
Herausforderung an,
für einen Neubeginn
in dieser Welt.

Also schließe ich die Augen,
horche in mich hinein,
wenn ich erwache,
wird sie fort sein,
und für mich
beginnt ein neuer Tag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.10.19 20:19, kommentieren

Abendstille


Der Abend sinkt,
herbstliches Tageslicht
mit Dunkelheit getränkt,
dunkle Schatten der Häuser
umfangen mich schweigend,

hier und dort
spendet eine Straßenlaterne
diffuses Licht,
ein Brunnen sprudelt
in der Nähe,
übertönt das Geräusch
meiner Schritte,

das Licht in den
Fensterscheiben erlischt,
die Bewohner versinken
in einen gesegneten Schlaf.

Die Wolkendecke reißt auf,
der volle Mond gießt
sein ätherisches,
bläuliches Licht
über der Stadt aus.

Stille.

2 Kommentare 16.10.19 18:21, kommentieren