Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Die Geister der Nacht

Fahles Licht des Mondes
blinkt durch die Baumwipfel,
am Flußufer erwacht die Nacht,
eine eigene Welt
öffnet sich wie von selbst,
es raschelt,
wispert,
huscht;

von Baum zu Baum
schweben filigrane Gestalten,
zart wie ein Nebelhauch,
es schwirrt und sirrt,
hin und her,
und her und hin,
zarte Stimmchen
gepaart mit Gekicher,
sie hüpfen, tanzen, springen,
ausgelassen,
wie kleine Kinder,
niemand stört sie,
nur der Mond
schaut ihnen lächelnd zu.

Mit dem ersten
zaghaften Sonnenstrahl
ist der Spuk vorbei,
flink wie der Wind
huschen sie von dannen
und warten auf die nächste
Vollmond - Nacht.

 

 

 

8.7.20 16:18, kommentieren

Grüne Wüsten

Fährst aus der Stadt
du heut` hinaus,
durch Felder, Wiesen, Auen,
herrlich ist das Grün zu schauen;
für uns Menschen
ist`s ein Augenschmaus,
doch für Bienen nur ein Graus.

Bienen sehen nur grüne Wüsten,
ob ihn`n das als Nahrung reicht?
Nirgends nur ein Blümlein leuchtet,
in den Farben gelb, blau oder rot,
Nektar ist doch Bienenbrot?

Ach, was ist`s für eine Not,
finden hier kein täglich Brot,
und sie fragen sich:
lauert hier für uns der Tod?

1 Kommentar 6.7.20 19:41, kommentieren

Sommerbrise

Sitze hier in meinem Garten,
genieß` die laue Sommerbrise,
schau` den vielen Hummeln zu,
wie sie sich tummeln auf der Wiese.

Erfreu` mich an der Blütenpracht,
was die Natur doch alles schafft,
hoch oben in dem Baum,
schimpft eine Meise ganz empört,
ob sie meine Anwesenheit stört?

Neugierig laß ich meinen Blick
dann schweifen,
suche Neues zu entdecken,
zwei Amseln sich im Busch verstecken,
verliebt einander sich dort necken,
versuche, die Natur zu begreifen.

1 Kommentar 4.7.20 19:55, kommentieren

Die Fliege

Heute morgen um halb zehn,
hab` ich sie am Fenster hocken seh`n:
eine dicke schwarze Fliege,
und ich denk`,
wenn ich dich kriege,
wird es dir recht schlecht ergehen.

Hol` geschwind,
die Fliegenklatsche aus dem Spind,
geh` damit auf Fliegenfang,
doch die Fliege,
sie ist schneller,
kommt zurück als Bumerang.

Still sitzt sie jetzt an der Wand:
hol` zum Schlage aus ........,
treff` statt Fliege meine Hand,
Brummer, bringst mich noch
um den Verstand.

Dieser Treffer ging ins Leere,
bin gekränkt in meiner Ehre,
warte nur,
gleich ist`s um dich geschehen,
an der Scheibe hab` ich dich gesehen,
patsche nun mit voller Wut
auf das Glas,
oh, das war gut!

Fliege fällt getroffen nieder,
doch in der Scheibe ist ein Sprung;
Fliege, wärst du doch geblieben,
denk ich voll Verärgerung.

30.6.20 18:53, kommentieren

Wünsche

Menschen sind oft unzufrieden,
was sie haben,
reicht ihnen nicht,
streben nur nach größeren Siegen,
sind auf höheres erpicht.

Bescheidenheit,
das liegt ihnen nicht,
Wünsche,
die sind riesengroß,
aus ihren Worten
Neid nur spricht,
die Raffsucht ist famos.

Auch das höchste
Gut auf dieser Welt,
wissen Menschen
nicht zu schätzen,
denn Gesundheit
und das Wohlergehen,
für sie immer fortbestehen,
sie streben nur nach
Macht und Geld.

Gesunde haben Wünsche
derlei viel,
die Gier nach mehr
wird nie gestillt,
hingegen hat der Kranke
nur einen bescheidenen
Wunsch,
und dieser Wunsch,
das ist sein Ziel.

 

 

 

 

1 Kommentar 29.6.20 19:24, kommentieren

Fliegende Akrobaten

Frecher Schnabel,
fliegerische Eleganz,
aufgeregtes tschilpen
und zwitschern;
mit Grazie
segeln sie
durch den Sommerhimmel.

Man freut sich,
dass sie da sind,
sie läuten den Sommer ein
S c h w a l b e n !

Wir haben sie bemerkt,
doch u n s e r tun und denken
kümmert sie nicht,
sie leben in ihrer eigenen Welt.

Unser Auge
folgt ihren Flugbahnen,
den Boten der Freiheit,
der Lebenslust,
auch in uns wächst
die Sehnsucht
nach Aufbruch in ferne Länder,
verbunden mit dem Wunsch
nach Rückkehr.

Wir beneiden sie
um ihre Flugfähigkeit,
diese Leichtigkeit,
die wir nie spüren werden.

Wir schauen ihnen zu,
mit Wehmut denken
wir an ihren Abflug,
aber auch voll Freude
an ihre Wiederkehr.

 

2 Kommentare 26.6.20 18:18, kommentieren

Der Sommer

Allerorts,
an allen Tagen,
hört man Menschen,
die laut klagen,
man kann es kaum erwarten,
wann fängt der Sommer
endlich an.

Endlich ist es dann soweit:
du machst für deinen
Auftritt dich bereit,
schickst uns Sonne pur,
es verdorrt schon die Natur,
es ist schwül und drückend heiß,
von der Stirn,
da rinnt der Schweiß,
Sommer, treib`s
nicht auf die Spitze,
nimm zurück die Affenhitze.

Wie du willst,
denkt sich der Sommer,
schickt sogleich `nen edlen Ritter,
im Gepäck dann
Blitz und Donner,
welch ein herrliches Gewitter.

Oh, was ist das für ein Segen,
endlich der ersehnte Regen,
heute ist der Himmel grau,
doch morgen ist er wieder blau!

Leider regnets auch noch tags darauf,
und man denkt,
wann hört der Regen endlich auf.......

S o m m e r ,
du hast Dauerstress:
dem Menschen alles Recht zu machen,
das wird niemals dir gelingen,
setz` alles in ein rechtes Maß,
dann freut man sich
auch über`s kühle Naß;
doch schöner sind,
ganz ohne Frage:
S o n n e n t a g e !

 

 

 


 

 

1 Kommentar 23.6.20 19:32, kommentieren

Auf der Terrasse

Ruhe, Stille, Sinnlichkeit,
für uns zwei die schönste Zeit,
auf der Terrasse sitzen,
auch mal in der Sonne schwitzen,
doch schon bald ist aus der Traum,Auf der Terrasse

Ruhe, Stille, Sinnlichkeit,
für uns zwei die schönste Zeit,
auf der Terrasse sitzen,
auch mal in der Sonne schwitzen,
doch schon bald ist aus der Traum,
schallt Lärm dann über`n Gartenzaun,
Nachbarn, die nun endlich wach,
machen erstmal tüchtig Krach:
nicht mit Säge und Motor,
nein, die Stimme dringt ans Ohr,
auch mit Geschirr,
da wird geklappert,
das verstärkt noch das Geplapper,
Stund` um Stund`,
von Mund zu Mund,
geht herum die neue Kund`,
Worte, schwer wie ein Gewicht,
schön, wenn`s wäre ein Gedicht,
endlich gehn die Lichter aus,
und auch ich geh` dann ins Haus,
hab im Ohr noch diesen Plausch,
oh, welch Graus.

 

 

 

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20.6.20 20:00, kommentieren

Sonnen - Alltag

Versunken im Schlummer
liegt noch die Erden - Welt,
nur die Sonne
reckt bereits verhalten
ihre Glieder,
kuschelt sich aber noch
gähnend in ihre Daunendecke,
um hin und wieder
verschlafen hervorzublinzeln.

Irgendwann erwacht sie,
räkelt sich,
nimmt dann ein
ausgiebiges Schaumbad,
und verteilt dabei
übermütig kleine
Schaumwölkchen
am Firmament.

Mittags hat sie dann
ihr schönstes Kleid angezogen,
und läßt den Himmel
im goldenen Glanz erstrahlen.

Geht es auf den Abend zu,
bekommt sie Kopfweh,
versteckt sich hinter
dunklen Vorhängen,
und versinkt
für den Rest des Tages
in einen tiefen Schlaf.

 

 

 

 



1 Kommentar 17.6.20 19:05, kommentieren

Alltagsstille


Hast du den Alltag überwunden,

freust dich auf die ruhigen Stunden,

schaust zum Himmelszelt empor,

Sterne singen schon im Chor,

laue Lüftchen weh`n noch sacht,

Grillen zirpen schon zur Nacht,

im Mondschein leis

die Bäume schwingen,

in der Ferne Glocken klingen,

bald wird es dann mäuschenstill,

weil der Schöpfer es so will.

13.6.20 19:22, kommentieren

Seele der Nacht

Dämmerung läßt grüßen,
der Tag geht zu den Sternen,
die silberne Sichel des Mondes
malt ein Lächeln in dein Antlitz.

Sternenglanz und Mondlicht,
streicheln dich sanft,
du spürst die Magie des Himmels,
die Seele der Nacht erwacht,
und berührt ganz zart dein Herz.

1 Kommentar 11.6.20 19:58, kommentieren

N E S S E L N

Ein Kirschbaum steht in Nachbar`s Garten,
die Kirschen sind sehr gut geraten,
jetzt ist es an der Zeit, sie bald zu pflücken,
auch seinen Magen damit zu beglücken,
so denkt sich auch der kleine Mann,
steigt über`n Lattenzaun sodann,
pflückt Kirschen sich aus Nachbar`s Garten,
nur die reifen und die zarten,
doch Hofhund Fips liegt an der Kette,
bellt auf einmal um die Wette,
mit seinem ständigen Wau-Wau,
macht er einen Mordsradau,
erschreckt von dem Gejaule,
springt der Junge namens Paule,
über`n Zaun mit einem Satz,
landet in den Nesselstauden dann ratz-fatz,
jetzt spürt er mit einem Mal,
und das ist ihm nicht egal,
wer fremdes Eigentum stibitzt,
später in den Nesseln sitzt.

2 Kommentare 9.6.20 16:21, kommentieren

Ein Regentag

Klack, klack, klack,
auf`s Blätterdach,
Regentropfen,
weich und klar,
die Sonne macht
sich heute rar,
nur Stille ringsumher,
kein Vogel zwitschert mehr,
wo sonst Sonnenstrahlen
hell und schön,
jetzt die dunklen
Wolken ziehen.

Halb warm, halb kühl,
ein sonderbar Gefühl,
ein Lächeln und
ein Weinen gleich,
das Schauspiel der Natur,
aus Hoffnung und
Verlorensein.

Ich aber schau dem Spiel
in aller Stille zu,
und laß dem Regen seine Ruh`.

1 Kommentar 6.6.20 18:45, kommentieren

Wahrheit oder Lüge

Oft hab` ich mich gefragt,
was ist Lüge,
was ist Wahrheit,
was ist richtig oder falsch;
ist es mein gelebtes Leben
oder eher
des Nachbarn Tratsch?

Doch ist es immer wichtig,
zu wissen,
was ist gut
und was ist nichtig,
letztendlich kommt
es darauf an,
wenn man weiß,
dass es passieren kann.

Nur die Wahrheit
schafft Vertrauen,
Respekt und Freundlichkeit
gehör`n dazu,
hast du alles mal verspielt,
kannst du auf keine
Zukunft bauen.

Mir ist das Treiben
dieser Beiden
im Prinzip so ganz egal,
solange sie ihr Tun,
bei mir es lassen ruh`n.

 

 

 

 

 


2 Kommentare 3.6.20 18:16, kommentieren

Gib nicht auf

Manchmal läuft das Leben
auf verschlungenen Bahnen,
und dein Ziel,
dass kannst du nur erahnen,
manchmal,
da geht gar nichts mehr,
deine Taschen
völlig leer,
Schulden,
schwer dich drücken,
Seufzer
jedes Lachen dann ersticken,
wenn Sorgen
türmen sich zuhauf,
gönn` dir `ne Pause:
doch gib nicht auf.

Nicht immer geht es
schnell voran,
wie man oft
selbst erfahren kann,
doch mit Geduld
und etwas Mut,
wird vieles wieder gut.

Steck` den Kopf
nicht in den Sand,
nimm dein Schicksal
in die Hand,
gib nicht auf,
lass dich nicht
unterkriegen,
dann wirst du
im Leben siegen.

 

 

 

 

2 Kommentare 28.5.20 19:10, kommentieren

Wunderbare Menschen

Stets sind sie da,
haben Zeit,
hören dir geduldig zu,
sind nie zornig,
haben keine Widerworte,
strahlen immer eine
wohltuende Gelassenheit aus,

brauchst du mal Abstand
von der hektischen Welt,
schenken sie dir Ruhe,
bringen Klarheit in deinen Kopf,

überrascht dich ein Regenguss,
gewähren sie dir ein Obdach,
brennt die Sonne auf dein Haupt,
spenden sie dir Schatten,

B ä u m e ,

die wunderbaren Menschen.

 


1 Kommentar 19.5.20 18:54, kommentieren

Der Augenblick

Das Leben kann so schön sein,
trügt manchmal auch der Schein,
man muss es nur verstehen,
und auch mal eigene Wege gehen.

Steh` auf mit einem Lächeln,
beginn´ beschwingt den Tageslauf,
geh` ohne Angst auf deine Sorgen zu,
und schau` mit offenen Augen
die Schönheit der Natur.

Jede Stunde, die vergeht,
ist gelebtes Leben,
genieß´ den Augenblick,
denk´ nicht an morgen,
wer weiß, was dann schon ist,
das Schicksal leitet dein Geschick.

Kostbar wie ein Diamant,
ist jeder Augenblick,
drum schließ´ ihn fest
in deinem Herzen ein ,
behüt` ihn wie ein Kind,
die Zukunft
kennt allein der Wind.

1 Kommentar 18.5.20 19:36, kommentieren

Sternschnuppen

Schaust du in warmen
Sommernächten,
zum Himmel dann empor,
so kommt es gar nicht selten vor,
dass Sterne wandern ganz verwirrt,
es scheint, sie hätten sich verirrt,
fallen plötzlich sichtbar
nah zu uns heran,
und finden so ihr Ende dann.

Wenn du es siehst,
so denk dabei,
du hast jetzt
einen Wunsch
dann frei.


1 Kommentar 13.5.20 19:59, kommentieren

Wahre Freunde

Hast du wahre Freunde,
bist du im Leben nie allein,
in Not und in Gefahr,
werden sie dein Retter sein.

Ich kenn´ die Welt,
zu Wasser und zu Lande,
und find` sie wunderschön,
doch nicht alle meine Wünsche
können in Erfüllung gehen.

Viele Menschen hab` ich scheitern sehen,
das Leben spielte ihnen übel mit,
am Steuer eines Lebensschiffes
sollte stets ein Freund dann stehen.

So wie der Sommer uns die Rose schenkt,
die dann im Herbst vergeht,
so werden eines Tages
am Himmel dunkle Wolken ziehen,
dann bist du froh und dankbar
wenn gute Freunde zu dir stehen.

1 Kommentar 11.5.20 19:53, kommentieren

Buch des Lebens

Am dicken Buch des Lebens,
da schreiben alle mit,
denn nur das Leben
schreibt Geschichte,
in seiner Fülle,
seiner Dichte,
es begleitet uns
auf Schritt und Tritt.

Von der Jugend bis zum Alter,
jede Zeit vergeht im Nu,
selbst der Tod ist drin vermerkt,
schließlich gehört auch er dazu.

Jahreszeiten eilen flugs vorbei,
auf den Dezember folgt ein Mai,
in jedem Jahr dasselbe Spiel,
Kapitel gibt es derlei viel.

Die Geburt,
das Vorwort ist,
der Tod,
der Epilog,
dazwischen liegen Freude
und oft sogar die Not.

Liebe, Freundschaft, Hass,
ist in einem Teil enthalten,
Armut, Reichtum, Krankheit,
sich im nächsten Teil entfalten;
mal geht`s um Unglück,
mal um Leid,
ein andermal nur noch um Spaß.

Ein Leben kommt,
ein Leben geht,
sowie die Nacht
folgt auf den Tag,
nur im Buch des Lebens
steht geschrieben,
wie wir lebten in den Tagen,
die uns zeigen,
wer wir sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare 8.5.20 19:11, kommentieren