Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Sommerregen

Zögerlich fallen Tropfen,
Regentropfen,
große, kleine,
dicke, zarte,
erst sachte,
benetzen kaum die Erde,
dann kräftiger,
die Wolkendecke reißt auf,
es gießt in Strömen,
es prasselt auf Bäume und Sträucher,
so, als ginge eine gewaltige
Steinlawine darauf nieder,
der Himmel hat auf einmal
seine Wassertore geöffnet,
er schüttet seine Wasserfluten
über das von Hitze geplagte Land,
wie ein Schwamm
saugt der ausgedörrte Boden
das kühle Naß auf,
das Laub der Bäume,
Häuserdächer,
Straßen,
alles glänzt wie frisch gewaschen:
dann brennt die Sonne wieder
erbarmungslos hernieder.

 

 

11.6.18 19:54

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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


M (11.6.18 20:54)



PP (12.6.18 02:28)
Süß .. wie der Schulaufsatz eines Erstklässlers .. Wie alt bist du eigentlich? Und meinst du das wirklich ernst?


(12.6.18 07:23)
merry-n
Genau so habe ich es gestern Nachmittag bei uns erlebt, nur dass es danach jetzt endlich wieder angenehm kühl ist. Durch die Form hast du die einzelnen Abschnitte im Verlauf gut herausgearbeitet.
Liebe Grüße!


PP / Website (13.6.18 12:39)
Ne, dein Poem ist schon nicht schlecht. Aber du solltest dich mehr um originellere Vergleiche bemühen: "Wie ein Schwamm .." Dieses Bild des Schwamms wurde schon zu oft benutzt, um darzustellen, dass etwas aufgesaugt wurde. Man könnte versuchen, hier ein neues Bild zu kreieren. Der Schwamm ist zu abgelutscht. Und so benutzt du viele Klischees und Redewendungen, die nicht in Lyrik gehören, sondern zur Umgangssprache. Der erste, der das Gleichnis mit einem Schwamm gefunden hat, war wirklich genial, aber das Gleichnis ist zur allgemeinen Floskel geworden. Nur mal so von mir als Denkanstoß. Es bringt dir ja nichts, wenn alle deine Texte loben, aber du nicht weiter kommst. Ansonsten ist das von dir geschaffene Bild ein wunderschönes, eine Fotografie in Worten. Du hast Talent und solltest eben nur mal versuchen, anstatt allgemeine Bilder, neue aus dir zu schaffen. Das wär doch mal eine Herausforderung. Ist nicht leicht, aber viele Lyriker sagen Dasselbe und unterscheiden sich eben dadurch, dass sie eigene Worte benutzen.

Auf deine Frage in meinem Blog kann ich nur sagen: Das Schicksal trennt Menschen manchmal allzu schnell und mein Schreiben dient der Selbsttherapie: Es hilft mir, mit den Schmerzen und Verletzungen besser klar zu kommen. Lyrik konserviert Eindrücke (wie in deinem Gedicht) und Gefühle nachfühlbar für den Leser und soll natürlich auch eine emotionale Wirkung beim Leser auslösen, was dein Gedicht zweifellos erreicht hat, auch bei mir


M (15.6.18 22:19)
@PP Deine Kommentare sind unangebracht. Wenn's Dir nicht gefällt, musst Du es nicht lesen. Es ist absolute künstlerische Freiheit, wie man ein Gedicht schreibt.

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