Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Das alte Haus

Abseits der Straße,
hinter hohen Bäumen versteckt,
fast unsichtbar
für die übrige Welt,
hab` ich es entdeckt;
verlassen und leer
steht es da,
Efeu rankt an der Fassade,
hüllt es langsam
in einen tiefen Schlaf,
die Fensterscheiben staubig
vom Schmutz der Zeit,
das Dach löcherig,
einst gingen Menschen
ein und aus,
jung und alt,
bunte Blumen blühten
im Garten,
gepflegt von Menschenhand,
Schmetterlinge tanzten
vor geputzten Fenstern,
Obstbäume zogen gefiederte
Gäste an,
dieses Haus hat schon
manches gesehen
und vieles erlebt,
jetzt ist es müde,
verfallen,
neigt sich zur Erde;
rüttelt der Wind
an Fenstern und Türen,
der Sturm das Haus umzingelt,
dann kann man
ein leises Ächzen
und Stöhnen hören;
läßt der Mond aber bei Nacht
sein fahles Licht
über das Haus streifen,
erwachen andere Mächte,
lassen es wieder im Glanze
früherer Zeiten erscheinen,
Sterne singen dann ein Lied
und lassen mich in die Welt
meiner Jugendträume eintauchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



17.7.18 18:36

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (17.7.18 21:32)
Hallo,

Deine kleine Erzählung, Dein Gedicht, gefällt mir gut. Ich sehe die alte Villa vor mir, hinter Bäumen in einem großen Anwesen. Ich höre aber auch die Melodie von "das alte Haus von Rocky Docky" und denke mir, es gibt wohl viele Menschen und viele alte Häuser, die eine lange Zeit des vertrauten "Miteinander" erlebten. Bei mir war es das Haus meiner Großeltern.

Ich weiß, daß Du nichts Perfektes "abliefern" willst. Dennoch wünsche ich mir, Du würdest mit Deinem Text etwas "liebevoller" umgehen. Ein paar "Absätze", ein paar "Punkte", vielleicht auch mal ein "Gedankenstrich". Ein "alter Knacker" wie ich hängt vielleicht zu sehr an der "Form", doch ich bin überzeugt, sie gehört zum wahren Genuß, wie das "Anrichten" zum "Essen". ;-)


(18.7.18 07:51)
merry-n
Wenn ich zum Einkaufen fahre, dann komme ich an so einem alten, verfallenen Gebäude vorbei, das auch schon seit Jahren nicht mehr bewohnbar ist. Ich muss gestehen, dass ich meistens denke:" Warum reißen die die alte Bude nicht endlich ab?"
Nachdem ich dein Gedicht gelesen habe, habe ich fast ein schlechtes Gewissen. Du hast schon Recht, gerade das Marode hat schon auch seinen Charme.
Wenn ich heute wieder vorbei fahre, werde ich die Ruine bestimmt mit anderen Augen betrachten.

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