Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Vagabund der Straße


Ein Knabe
in den besten Jahren,
zieht`s hinaus
in Feld und Flur,
verweilen
nur in der Natur.

Fern von zu Haus,
dem kleinen Dorf,
dort,
wo jeder jeden kennt,
wird`s ihm auf Dauer
viel zu eng:
die weite Welt,
sie ruft nach ihm.

Heute hier
und morgen dort,
jeden Tag
am anderen Ort,
er hält an
wo`s ihm gefällt,
schläft unter`m
blauen Himmelszelt,
zählt die Sterne
in der Nacht,
der güldene Mond
hält treu die Wacht,
ach, wie schön ist
diese W e l t !

Morgenwind
weht um die Nase:
er ist ein Vagabund
der Straße.

 

 

 

 

12.10.19 19:27

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (13.10.19 09:38)
Hallo,

Du bist mutig, wenn Du heutzutage das alte Ideal eines "Vagabunden" beschreibst, nach Art des Kinderliedes "Hänschen klein, ging allein...".

Auch heute würden die Mütter "sehr weinen" und sich freuen, wenn "der Kleine" wieder umkehrt und nach Hause rennt, wie im Kinderlied. Anderenfalls gilt er als "Obdachloser", als "Landstreicher" und wird, da er nicht arbeitet, nirgendwo gerne gesehen.

Der junge Mann aber, der sich nicht von der Mutter lösen kann, wird als "Muttersöhnchen" verspottet. Freddy Quinn hat davon gesungen, wie schwer es mit weinenden Müttern ist, wenn man selbst "hinaus", die Mutter aber nicht loslassen will.

Heute scheint das alles kein Thema mehr zu sein. Die Hälfte aller Kinder studieren und sind bereits Mitte zwanzig, wenn sie von der "Uni" kommen und dann wollen/müssen sie Geld verdienen.

In anderen Gebieten der Erde legt die Dorfgemeinschaft das Geld zusammen, sodaß junge Männer "aufbrechen" können in eine gefährliche Zukunft, wo sie es vielleicht einmal besser haben als daheim bei Muttern. ;-)

Aus Deinem Gedicht kann man sich viel Anregung zum Nachdenken holen. Es würde mich freuen, solche Themen einmal etwas "breiter" zu diskutieren. Aber das ist hier der falsche Ort, wie ich immer wieder feststelle. ;-)


Maccabros (16.10.19 06:45)
Zeiten mögen sich ändern, Träume und Erfahrungen werden bleiben...

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