Pally66 - Meine Gedichte.

gereimtes & ungereimtes
 
 

Wunsch nach Frieden

Riechst du die Meeresbrise?
Siehst du die wogende See?
Schiffe tänzeln auf den Wellen.

Siehst du die goldenen Ähren
auf den Feldern,
wie sie im Sonnenlicht leuchten?

Siehst du die hohen Berge,
mit ihren schneeweißen Kuppen,
die rauschenden Wälder?

Hörst du das Rufen der Mutter
nach ihrem Kind,
das Lied der Amsel,
wie sie hoch oben im Baume singt?

Doch in weiter Ferne
toben Kriege,
hörst du die Kanonen donnern?

Menschen können grausam sein,
werden alles zerstören,
und du
wirst vielleicht bald nichts mehr
hören oder sehen.

5.8.20 16:55, kommentieren

Am Bahnsteig

Ich stehe am Bahnsteig,
sehe Züge ankommen,
abfahren,
Menschen die hasten
und eilen ,
mit und ohne Gepäck,
Familien mit
quängelnden Kindern,
Paare,
die nicht loslassen können;

dann öffnen sich die Zugtüren,
Menschenmassen drängeln
sich hinaus,
streben dem Bahnhofsausgang zu,
manch einer bleibt stehen,
fragend, suchend;
andere zwängen sich hinein;

Freudentränen fließen,
Tränen des Abschieds
werden vergossen;

es ertönt das Signal
zur Weiterfahrt,
langsam rollt der Zug
aus dem Bahnhof,
wird schneller,
verschwindet als Punkt
am Horizont;

ich aber warte
auf meinen Zug,
der mich endlich
nach Hause bringt.

 

 

 


1 Kommentar 31.7.20 18:52, kommentieren

Wildes Mädchen

Liege am Strand
im weißen Sand,
wie ein Schiffbrüchiger;
weiße Wölkchen am Horizont,
Möwen ziehen ihre Kreise,

ich träume von dir,
sehe dich im Rhythmus
der Wellen tanzen,
dein blondes Haar
wild im Winde wehen,

du bist so stürmisch wie die See,
unberechenbar wie das Wetter,
manchmal sanft
wie ein Sommertag,
dann wieder frostig
wie ein Tag im Januar,

du schmiegst dich an mich
wie ein Kätzchen,
du sagst " Ja ",
dann wieder " Nein ",

was auch immer
du tust oder willst,
ich füge mich deiner Gewalt:
weil ich dich liebe,
mein blondes , wildes Mädchen.

 

 

 

 

 


29.7.20 17:29, kommentieren

Morgen - Erwachen

Sonnenschein,
dringt in mein Zimmer,
vorüber ist die Nacht,
ein neuer Tag erwacht,
auf dem Gras glänzt
Morgentau,
Vögel fliegen auf zum
Himmelsblau,
Mensch und Tier sind
nun erwacht,
von der langen
dunklen Nacht,
Vogelstimmen,
hell und klar erklingen,
woll`n ein Ständchen
ihrem Schöpfer bringen.


1 Kommentar 25.7.20 19:35, kommentieren

Urlaub in Sicht

Die Koffer stehen schon bereit,
morgen ist es nun so weit,
Kopfschmerzen sind wie weggewischt,
endlich Urlaub ist in Sicht.

Wenn der Chef auch schmollt und knurrt,
für mich heißt`s Endspurt und dann Ende,
dann geht`s hinaus in die Natur,
drei Wochen Entspannung - pur !

Termine können warten,
Besprechung fällt heut` aus,
über all die wicht`gen Sachen,
kann ich heute nur noch lachen.

Das Telefon hat Sendepause,
die Akten liegen still,
ich mach jetzt Schluß
und geh` nach Hause,
weil ich es jetzt so will.

Bald erfernt am Horizont,
winken schon die letzten Tage,
Arbeitsrhythmus wie gewohnt,
vorbei die schöne Zeit
mit einem Schlage.

1 Kommentar 20.7.20 19:35, kommentieren

Gesellige Runden

Lang, lang , ist`s her,
wo wir saßen oft in froher Runde,
so verging dann manche Stunde,
und jeder dachte schon an Wiederkehr.

Zu jedem Feste fand man sich ein,
trank Bier und Sekt und kühlen Wein,
denn niemand sollte ganz alleine sein,
niemals wurde es uns langweilig,
solche Feste war`n uns heilig.

Die Zeit, sie eilte mit den Jahren,
heut` hat man Silber in den Haaren,
Feste feiert man allein,
das Schicksal sagt:
dass muss so sein!

Mit Wehmut denke ich zurück,
an Frohsinn, Heiterkeit und Glück,
alles schwebt in weiten Fernen,
ein Wiedersehen steht in den Sternen.

So rast das Leben schnell dahin,
Klänge der Vergangenheit
haften noch in meinem Sinn;
jeder Abschnitt kommt nie wieder,
doch in der Erinnerung
hör` ich noch die alten Lieder.

17.7.20 19:32, kommentieren

D A M A L S

Ich war noch ein Kind,
hatte ein kleines Zimmer,
für mich allein,
das mich behütete,
und das ich hüten mußte.

Die große, weite Welt
schaute manchmal
durch mein Fenster,
erzählte von dem
aufregenden Leben
da draußen.

Bruchteile von Sekunden,
in denen ich in einer
anderen Zeit lebte,
in der Sehnsucht
Wirklichkeit war.

15.7.20 18:16, kommentieren

Sehnsuchtsvoll

Gläser klingen,
leise Musik,
alles hör` ich noch immer,

dein Lächeln beim Abschied
bewahr ich in meinem Herzen,

der Hauch deines Duftes
liegt noch auf meinen Lippen,

ich spüre deine Hände
in meinem Nacken,
der sanfte Druck
erzählt von Zärtlichkeit;

die Zeit bleibt stehen,
wenn wir uns im Tanze dreh`n,

meine Gedanken folgen
deinem Schatten:
sehnsuchtsvoll ......

13.7.20 17:40, kommentieren

Abendschauer

Letzte Sonnenstrahlen
fallen wie gemaltes Gold
über Stadt und Land,
Mücken tanzen in der
schweren Luft,
noch fällt der feuchte
Vorhang nicht,
nur vereinzelt
benetzen erste Tropfen
den staubigen Asphalt.

In der Ferne
leises Donnergrollen,
der Himmel zieht die
grauen Vorhänge zu,
die Last wird schwerer,
langsam fallen
erste dicke Tropfen,

trippelnd,
dann immer schneller
erklingt die Tropfenmelodie,
sie spielt
auf Blättern und Dächern
Xylophon,

an den Fensterscheiben
ein Rauschen,
das Tageslicht endet
im Dunkel der Nacht.

 

 

 

 


1 Kommentar 11.7.20 19:30, kommentieren

Die Geister der Nacht

Fahles Licht des Mondes
blinkt durch die Baumwipfel,
am Flußufer erwacht die Nacht,
eine eigene Welt
öffnet sich wie von selbst,
es raschelt,
wispert,
huscht;

von Baum zu Baum
schweben filigrane Gestalten,
zart wie ein Nebelhauch,
es schwirrt und sirrt,
hin und her,
und her und hin,
zarte Stimmchen
gepaart mit Gekicher,
sie hüpfen, tanzen, springen,
ausgelassen,
wie kleine Kinder,
niemand stört sie,
nur der Mond
schaut ihnen lächelnd zu.

Mit dem ersten
zaghaften Sonnenstrahl
ist der Spuk vorbei,
flink wie der Wind
huschen sie von dannen
und warten auf die nächste
Vollmond - Nacht.

 

 

 

2 Kommentare 8.7.20 16:18, kommentieren

Grüne Wüsten

Fährst aus der Stadt
du heut` hinaus,
durch Felder, Wiesen, Auen,
herrlich ist das Grün zu schauen;
für uns Menschen
ist`s ein Augenschmaus,
doch für Bienen nur ein Graus.

Bienen sehen nur grüne Wüsten,
ob ihn`n das als Nahrung reicht?
Nirgends nur ein Blümlein leuchtet,
in den Farben gelb, blau oder rot,
Nektar ist doch Bienenbrot?

Ach, was ist`s für eine Not,
finden hier kein täglich Brot,
und sie fragen sich:
lauert hier für uns der Tod?

1 Kommentar 6.7.20 19:41, kommentieren

Sommerbrise

Sitze hier in meinem Garten,
genieß` die laue Sommerbrise,
schau` den vielen Hummeln zu,
wie sie sich tummeln auf der Wiese.

Erfreu` mich an der Blütenpracht,
was die Natur doch alles schafft,
hoch oben in dem Baum,
schimpft eine Meise ganz empört,
ob sie meine Anwesenheit stört?

Neugierig laß ich meinen Blick
dann schweifen,
suche Neues zu entdecken,
zwei Amseln sich im Busch verstecken,
verliebt einander sich dort necken,
versuche, die Natur zu begreifen.

1 Kommentar 4.7.20 19:55, kommentieren

Die Fliege

Heute morgen um halb zehn,
hab` ich sie am Fenster hocken seh`n:
eine dicke schwarze Fliege,
und ich denk`,
wenn ich dich kriege,
wird es dir recht schlecht ergehen.

Hol` geschwind,
die Fliegenklatsche aus dem Spind,
geh` damit auf Fliegenfang,
doch die Fliege,
sie ist schneller,
kommt zurück als Bumerang.

Still sitzt sie jetzt an der Wand:
hol` zum Schlage aus ........,
treff` statt Fliege meine Hand,
Brummer, bringst mich noch
um den Verstand.

Dieser Treffer ging ins Leere,
bin gekränkt in meiner Ehre,
warte nur,
gleich ist`s um dich geschehen,
an der Scheibe hab` ich dich gesehen,
patsche nun mit voller Wut
auf das Glas,
oh, das war gut!

Fliege fällt getroffen nieder,
doch in der Scheibe ist ein Sprung;
Fliege, wärst du doch geblieben,
denk ich voll Verärgerung.

30.6.20 18:53, kommentieren

Wünsche

Menschen sind oft unzufrieden,
was sie haben,
reicht ihnen nicht,
streben nur nach größeren Siegen,
sind auf höheres erpicht.

Bescheidenheit,
das liegt ihnen nicht,
Wünsche,
die sind riesengroß,
aus ihren Worten
Neid nur spricht,
die Raffsucht ist famos.

Auch das höchste
Gut auf dieser Welt,
wissen Menschen
nicht zu schätzen,
denn Gesundheit
und das Wohlergehen,
für sie immer fortbestehen,
sie streben nur nach
Macht und Geld.

Gesunde haben Wünsche
derlei viel,
die Gier nach mehr
wird nie gestillt,
hingegen hat der Kranke
nur einen bescheidenen
Wunsch,
und dieser Wunsch,
das ist sein Ziel.

 

 

 

 

1 Kommentar 29.6.20 19:24, kommentieren

Fliegende Akrobaten

Frecher Schnabel,
fliegerische Eleganz,
aufgeregtes tschilpen
und zwitschern;
mit Grazie
segeln sie
durch den Sommerhimmel.

Man freut sich,
dass sie da sind,
sie läuten den Sommer ein
S c h w a l b e n !

Wir haben sie bemerkt,
doch u n s e r tun und denken
kümmert sie nicht,
sie leben in ihrer eigenen Welt.

Unser Auge
folgt ihren Flugbahnen,
den Boten der Freiheit,
der Lebenslust,
auch in uns wächst
die Sehnsucht
nach Aufbruch in ferne Länder,
verbunden mit dem Wunsch
nach Rückkehr.

Wir beneiden sie
um ihre Flugfähigkeit,
diese Leichtigkeit,
die wir nie spüren werden.

Wir schauen ihnen zu,
mit Wehmut denken
wir an ihren Abflug,
aber auch voll Freude
an ihre Wiederkehr.

 

2 Kommentare 26.6.20 18:18, kommentieren

Der Sommer

Allerorts,
an allen Tagen,
hört man Menschen,
die laut klagen,
man kann es kaum erwarten,
wann fängt der Sommer
endlich an.

Endlich ist es dann soweit:
du machst für deinen
Auftritt dich bereit,
schickst uns Sonne pur,
es verdorrt schon die Natur,
es ist schwül und drückend heiß,
von der Stirn,
da rinnt der Schweiß,
Sommer, treib`s
nicht auf die Spitze,
nimm zurück die Affenhitze.

Wie du willst,
denkt sich der Sommer,
schickt sogleich `nen edlen Ritter,
im Gepäck dann
Blitz und Donner,
welch ein herrliches Gewitter.

Oh, was ist das für ein Segen,
endlich der ersehnte Regen,
heute ist der Himmel grau,
doch morgen ist er wieder blau!

Leider regnets auch noch tags darauf,
und man denkt,
wann hört der Regen endlich auf.......

S o m m e r ,
du hast Dauerstress:
dem Menschen alles Recht zu machen,
das wird niemals dir gelingen,
setz` alles in ein rechtes Maß,
dann freut man sich
auch über`s kühle Naß;
doch schöner sind,
ganz ohne Frage:
S o n n e n t a g e !

 

 

 


 

 

1 Kommentar 23.6.20 19:32, kommentieren

Auf der Terrasse

Ruhe, Stille, Sinnlichkeit,
für uns zwei die schönste Zeit,
auf der Terrasse sitzen,
auch mal in der Sonne schwitzen,
doch schon bald ist aus der Traum,Auf der Terrasse

Ruhe, Stille, Sinnlichkeit,
für uns zwei die schönste Zeit,
auf der Terrasse sitzen,
auch mal in der Sonne schwitzen,
doch schon bald ist aus der Traum,
schallt Lärm dann über`n Gartenzaun,
Nachbarn, die nun endlich wach,
machen erstmal tüchtig Krach:
nicht mit Säge und Motor,
nein, die Stimme dringt ans Ohr,
auch mit Geschirr,
da wird geklappert,
das verstärkt noch das Geplapper,
Stund` um Stund`,
von Mund zu Mund,
geht herum die neue Kund`,
Worte, schwer wie ein Gewicht,
schön, wenn`s wäre ein Gedicht,
endlich gehn die Lichter aus,
und auch ich geh` dann ins Haus,
hab im Ohr noch diesen Plausch,
oh, welch Graus.

 

 

 

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20.6.20 20:00, kommentieren

Sonnen - Alltag

Versunken im Schlummer
liegt noch die Erden - Welt,
nur die Sonne
reckt bereits verhalten
ihre Glieder,
kuschelt sich aber noch
gähnend in ihre Daunendecke,
um hin und wieder
verschlafen hervorzublinzeln.

Irgendwann erwacht sie,
räkelt sich,
nimmt dann ein
ausgiebiges Schaumbad,
und verteilt dabei
übermütig kleine
Schaumwölkchen
am Firmament.

Mittags hat sie dann
ihr schönstes Kleid angezogen,
und läßt den Himmel
im goldenen Glanz erstrahlen.

Geht es auf den Abend zu,
bekommt sie Kopfweh,
versteckt sich hinter
dunklen Vorhängen,
und versinkt
für den Rest des Tages
in einen tiefen Schlaf.

 

 

 

 



1 Kommentar 17.6.20 19:05, kommentieren

Alltagsstille


Hast du den Alltag überwunden,

freust dich auf die ruhigen Stunden,

schaust zum Himmelszelt empor,

Sterne singen schon im Chor,

laue Lüftchen weh`n noch sacht,

Grillen zirpen schon zur Nacht,

im Mondschein leis

die Bäume schwingen,

in der Ferne Glocken klingen,

bald wird es dann mäuschenstill,

weil der Schöpfer es so will.

13.6.20 19:22, kommentieren

Seele der Nacht

Dämmerung läßt grüßen,
der Tag geht zu den Sternen,
die silberne Sichel des Mondes
malt ein Lächeln in dein Antlitz.

Sternenglanz und Mondlicht,
streicheln dich sanft,
du spürst die Magie des Himmels,
die Seele der Nacht erwacht,
und berührt ganz zart dein Herz.

1 Kommentar 11.6.20 19:58, kommentieren